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Fanø erkunden: unsere Tipps für die kleine dänische Nordseeinsel

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Fanø erkunden: unsere Tipps für die kleine dänische Nordseeinsel

Fanø ist eine kleine Nordseeinsel vor Esbjerg, nur zwölf Minuten mit der Fähre entfernt, und trotzdem scheint hier die Zeit stillzustehen. Mit Maja von Moey’s Kitchen und Simone von S-Küche haben wir die Insel erkundet: Kräuter sammeln mit einem Koch, Austern im historischen Sønderho Kro, Rum aus der Inseldestillerie, Kölsch in der Brauerei und Fahrten mit dem Auto direkt auf den Strand. Hier sind unsere Tipps für Fanø.

Aktualisiert im Oktober 2026
Wir waren im Frühsommer 2024 auf Fanø und haben für dieses Update alle Orte neu geprüft. Alle Spots gibt es noch. Preise und Personal können sich seit unserem Besuch geändert haben, schaut für aktuelle Menüs am besten auf die Websites.

Fanø auf einen Blick

  • Lage: Nordseeinsel im Wattenmeer, direkt vor Esbjerg
  • Anreise: mit der Autofähre ab Esbjerg in rund zwölf Minuten
  • Orte: Nordby im Norden, das malerische Sønderho im Süden
  • Besonderheit: An Fanø Bad und Rindby Strand dürft ihr mit dem Auto auf den Strand fahren
  • Must-eat: Austern und Menü im Sønderho Kro, Sandwiches im Garten von Haven Fanø
  • Mitbringsel: Fanø-Salz, Schiffsrum von Fanø Spirits, Fanø-Schinken

Noch mehr Dänemark gefällig?

Dieser Beitrag ist Teil unseres großen Dänemark-Reiseführers. Dort findet ihr alle unsere Regionen, Ferienhaus-Tipps und dänischen Rezepte an einem Ort.

Fanø: eine Insel zum Genießen

Es war mal wieder Zeit für einen Roadtrip. Majas berühmte Reise-Sandwiches haben uns glücklich bis Hamburg gebracht, nach einem Kaffeestopp bei Simone ging es zu viert weiter und schließlich auf die Fähre nach Fanø. Dort wartete ein grandioses Ferienhaus direkt in den Dünen mit Meerblick. Natürlich sind wir sofort an den Strand gelaufen, wie ist das bei euch, immer erst mal ans Meer?

Die weiten Strände laden zu langen Spaziergängen ein, und die Dörfer Nordby und Sønderho verbinden Tradition und Moderne. Vor allem Sønderho bleibt uns als eines der malerischsten Dörfer überhaupt in Erinnerung. Für Foodies ist Fanø ein Schlaraffenland: frischer Fisch, traditionelle dänische Gerichte und spannende neue Küche aus lokalen Zutaten.

Unser Ferienhaus auf Fanø

Auf Fanø gibt es unzählige Ferienhäuser, viele direkt in den Dünen. Unseres, gebucht über Danibo, war luftig und groß, mit einer traumhaften Terrasse für Sonnenuntergänge. Besonders wichtig war uns die gut ausgestattete Küche, denn nichts ist schöner, als nach einem Tag voller Entdeckungen gemeinsam mit den Produkten der Insel zu kochen. Mehr zur Wahl des richtigen Hauses findet ihr in unserem Ferienhaus-Guide für Dänemark.

Essen und Übernachten auf Fanø

Fanø Krogaard in Nordby

Unsere Reise begann direkt mit einem Highlight. Spätestens beim Anblick der großen Terrasse mit Orangerie vor dem historischen Gasthaus von 1664 waren wir verliebt. Das Fanø Krogaard liegt direkt am Wattenmeer, bietet eine atemberaubende Aussicht und nordische Küche aus frischen, lokalen Zutaten: Cocktails, Austern und ein unfassbar geniales Zucchini-Brot. Das Haus will sich anfühlen wie ein Platz bei Freunden, Hotelgäste können sich zum Beispiel Fahrräder leihen.

Restaurant und Hotel auf Fanø

Fanø Krogaard

Langelinie 11, Nordby, 6720 Fanø

Historisches Gasthaus von 1664 am Wattenmeer, mit Hotel, Orangerie und nordischer Küche. Nah am Fähranleger.

Sønderho Kro: Kräuter sammeln und Fine Dining

Ein absolutes Highlight war das Kräutersammeln mit Jakob Sullestad, damals Küchenchef im Sønderho Kro. Er führte uns durch die Wattlandschaft und zeigte uns, welche Kräuter und Blüten die Insel zu bieten hat. Das geplante Kochen am Lagerfeuer fiel einer steifen Brise zum Opfer, dafür gab es ein Best-of der Mittagskarte, genialer kann ein Lunch kaum aussehen.

Das Sønderho Kro ist eines der ältesten und am besten erhaltenen Gasthäuser Dänemarks und hat Sascha wie kaum ein Ort zuvor in seinen Bann gezogen: absurd schön, himmlisch ruhig. Zum Abschluss unserer Reise kamen wir zum Abendessen wieder. Los ging es mit lokalen Austern, die zu den besten gehören, die wir je gegessen haben, danach folgte Gang auf Gang, minimalistisch und voller Aroma. Abends gibt es ein Menü mit drei oder fünf Gängen, mittags à la carte, Frühstück auf Vorbestellung. Bei unserem Besuch lag das kleine Menü bei etwa 100 Euro, ein Preis-Leistungs-Verhältnis, das kaum zu schlagen ist.

Restaurant und Hotel auf Fanø

Sønderho Kro

Kropladsen 11, Sønderho, 6720 Fanø

Eines der ältesten Gasthäuser Dänemarks mit Hotel und feiner nordischer Küche. Abends Menü, Reservierung empfohlen.

Haven Fanø: Café im Garten

Zum Mittagessen ging es ins Haven Fanø, ein super süßes Café mit Hotel in einem Gebäude von 1849. Camilla und Line haben hier einen Ort geschaffen, der Gemütlichkeit und nordische Küche perfekt verbindet. Es gibt drei liebevoll eingerichtete Zimmer im traditionellen Fanø-Stil mit Reetdach. Das Highlight ist der Garten: Bei strahlendem Sonnenschein haben wir uns durch kleine Gerichte, Sandwiches mit Fanø-Lachs und hausgemachten Kuchen probiert. In der kleinen Boutique findet ihr Keramik und Papierkunst von lokalen Künstlerinnen und Künstlern.

Café und Hotel auf Fanø

Haven Fanø

Valdemarsvej 7, 6720 Fanø

Café, Boutique und drei Hotelzimmer in einem Haus von 1849, mit wunderschönem Garten.

Produzenten und Hofläden auf Fanø

Sønderho Gårdbutik: Hochlandrind und Fanø-Salz

Im Hofladen gibt es Fleisch von Schottischen Hochlandrindern, die auf ökologischen Weiden grasen und dabei die Heidelandschaft pflegen. Außerdem wird hier das Fanø-Salz geschöpft, uns hat vor allem die geräucherte Variante begeistert. Dazu kommen Produkte anderer lokaler Anbieter, eine tolle Adresse für Nachhaltigkeit und Tradition.

Hofladen auf Fanø

Sønderho Gårdbutik

Vester Storetoft 67, Sønderho, 6720 Fanø

Hofladen mit Hochlandrind aus Öko-Weidehaltung, geräuchertem Fanø-Salz und lokalen Produkten.

Fanø Spirits: Schiffsrum von der Insel

Eine Destillerie zu besuchen ist für uns immer spannend. Fanø Spirits wurde 2015 von Lars Jensen Schou gegründet und wird heute von seinen Kindern geführt. Christine und Sine haben mit uns ein Tasting gemacht, und ihre Leidenschaft war ansteckend. Besonders überzeugt hat uns der Fanø Schiffsrum, auf Jamaika destilliert und auf Fanø mit Heidehonig und Sanddorn veredelt. Mehrere Produkte wurden bei der International Wine and Spirit Competition ausgezeichnet. Den Rum findet ihr in vielen Läden auf der Insel, man unterstützt sich hier gegenseitig.

Destillerie auf Fanø

Fanø Spirits

Sønder Nytoft 27, 6720 Fanø

Familien-Destillerie mit Schiffsrum und Gin. Öffnungszeiten und Tastings stehen auf der Website.

Slagter Christiansen: Metzgerei in Nordby

Metzgereien in Dänemark sind eine ganz andere Geschichte als bei uns: schick eingerichtet und mit viel mehr als nur Fleisch. Henrik Christiansen führt den Familienbetrieb in vierter Generation, kurz vor unserem Besuch wurde seine Grillwurst zur besten Dänemarks gekürt. Probiert auch den Fanø-Schinken. Für einen Grillabend im Ferienhaus werdet ihr hier mehr als fündig.

Metzgerei auf Fanø

Slagter Christiansen

Hovedgaden 17, Nordby, 6720 Fanø

Traditionsmetzgerei in vierter Generation mit preisgekrönter Grillwurst. Montags bis samstags geöffnet, samstags nur vormittags.

Fanø Bryghus: Craft Beer und Kölsch

Kein Dänemark-Besuch ohne Brauerei, aber diese war irgendwie anders: laute Musik, viel Lachen, fantastisches Bier und ein Team, das liebt, was es tut. Die Vielfalt an Craft Beers ist riesig, es gab sogar ein Kölsch. Wie bedenklich ist es, dass es uns besser geschmeckt hat als die meisten zu Hause? Bekannt ist die Brauerei für kreative Biere wie ein Chocolate Milk Stout und ein Oyster Stout. Die Führung war informativ und vor allem sehr unterhaltsam, man fühlt sich wie auf einem Spielplatz für Brauer.

Brauerei auf Fanø

Fanø Bryghus

Strandvejen 5, 6720 Fanø

Craft-Beer-Brauerei mit Ausschank und Führungen. Aktuelle Termine vorab prüfen.

Fanø Bad und Rindby Strand: mit dem Auto an den Strand

Die Strände von Fanø Bad und Rindby sind für ihre endlose Weite und den feinen Sand bekannt, und ihr dürft mit dem Auto direkt auf den Strand fahren. Anfangs fühlte sich das verrückt an, aber auch irgendwie cool und praktisch. Der Strand von Fanø Bad ist rund 650 Meter breit und zieht sich über mehrere Kilometer, die Zufahrt erfolgt über den Strandvejen. Rindby Strand weiter südlich ist besonders lebendig, mit vielen Ferienhäusern und Campingplätzen, und ein Paradies für Wassersport: Etwa zwei Kilometer südlich gibt es einen Bereich für Surfer und Kiter.

Unser Fazit: Fanø ist Ruhe, Genuss und wundervolle Menschen

Fanø hat uns mit seiner natürlichen Schönheit, seiner Ruhe und den herzlichen Menschen umgehauen. Das idyllische Inselleben bringt ein neues Level an Gemütlichkeit, und zusammen mit einigen der besten kulinarischen Spots, die wir in Dänemark erlebt haben, ist Fanø für uns ein echtes Dänemark-Highlight. Mehr Infos findet ihr bei Visit Vadehavskysten. Wart ihr schon dort? Dann lasst eure Tipps in den Kommentaren da!

Eure Jungs

Häufige Fragen zu Fanø

Wie kommt man nach Fanø?

Mit der Autofähre ab Esbjerg. Die Überfahrt nach Nordby dauert nur rund zwölf Minuten.

Darf man auf Fanø mit dem Auto an den Strand fahren?

Ja, an Fanø Bad und am Rindby Strand dürft ihr mit dem Auto auf den Strand fahren. Die Zufahrt zu Fanø Bad erfolgt über den Strandvejen.

Wo isst man auf Fanø besonders gut?

Im Sønderho Kro, einem der ältesten Gasthäuser Dänemarks, im Fanø Krogaard in Nordby mit Blick aufs Wattenmeer und mittags im Garten von Haven Fanø.

Was kann man von Fanø mitbringen?

Fanø-Salz aus der Sønderho Gårdbutik, Schiffsrum von Fanø Spirits, Fanø-Schinken von Slagter Christiansen und Craft Beer von Fanø Bryghus.

Welches Dorf auf Fanø ist am schönsten?

Sønderho im Süden der Insel mit seinen Reetdachhäusern gehört für uns zu den malerischsten Dörfern Dänemarks.

Transparenz
Wir waren auf Einladung von VisitDenmark auf Fanø. VisitDenmark hatte keinen Einfluss auf unsere Berichterstattung.


Autor

Portrait von Sascha Wett. Food Fotograf und Autor bei Die Jungs kochen und backen.

Sascha

Fotograf, Zocker & Süßigkeiten-Fan

Sascha sorgt für Bilder, Videos und eine gute Portion Kreativität auf dem Blog. Wenn er nicht fotografiert, findet man ihn beim Zocken oder beim Sport, um sich seine Liebe zu Süßem zu verdienen.


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Kommentare

2 Kommentare

  1. Ich fühle mich so, als wäre ich gerade wieder zurückgekommen. Vielen Dank für die Erinnerung an unsere schöne, gemeinsame Reise! Liebste Grüße, Simone

    1. Torsten

      Das ging uns beim Schreiben auch so und wir freuen uns, dass wir Dich in Erinnerungen schwelgen lassen konnten.
      Wir freuen uns schon auf die nächste Tour mit Dir 😃

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