Spareribs! Bei Oma Frida gab es in meiner Kindheit super oft geschmorte Schälrippchen. Dunkle Soße, weiches Fleisch, das von selbst vom Knochen fiel, und das ganze Haus duftete schon lange, bevor wir essen konnten. Das war meine erste große Rippchen-Liebe. Irgendwann kamen dann die Spareribs vom Grill dazu. Zart gegart, karamellisiert und am besten mit einer richtig guten BBQ-Soße. Selbst gemacht hatten Sascha und ich sie verrückterweise nie. Ribs gab es bei uns nur im Steakhouse oder auf der Terrasse von Freunden. Unser Gewürzpartner Stay Spiced! hat uns dann endlich den nötigen Schubs gegeben.
So einfach könnt ihr Spareribs selber machen, ganz ohne Smoker. Ihr reibt die Rippchen am Vorabend mit einem Dry Rub ein und lasst sie über Nacht im Kühlschrank ziehen. Am nächsten Tag kommen sie mit etwas Apfelsaft eingewickelt für 2 bis 2,5 Stunden bei 150 °C in den Backofen. Zum Schluss glasiert ihr sie auf dem Grill 30 bis 45 Minuten mit einer Mischung aus BBQ-Soße, Honig und Apfelessig. Ohne Grill klappt es genauso im Airfryer, dort sind die Ribs nach gut 2 Stunden fertig.
Inhaltsverzeichnis

Warum diese Spareribs für immer auf unserer BBQ-Liste stehen
Wer noch nie Spareribs selbst gemacht hat, denkt vielleicht wie wir früher, dass das richtig aufwendig ist. Dass es ewig dauert und nur etwas für Leute mit Smoker ist, die den ganzen Tag Zeit haben. Stimmt alles nicht. Mit unserer Methode aus Backofen und Grill habt ihr in gut drei Stunden die leckersten Ribs, saftig, würzig und wunderschön karamellisiert. Der Schlüssel sind ein guter Dry Rub, der über Nacht einzieht, und das Einwickeln im Ofen. So bleibt der Fleischsaft da, wo er hingehört, im Fleisch. Was danach auf dem Grill passiert, ist eigentlich nur noch das i-Tüpfelchen.
Außen bekommt ihr eine leicht klebrige, karamellisierte Kruste, innen zartes Fleisch mit Biss, das sich ganz sauber vom Knochen löst. Der Rub bringt ein würziges, rauchiges Grundaroma mit einem angenehmen Ancho-Chili-Kick. Die Glasur aus BBQ-Soße, Honig und Apfelessig sorgt für eine fruchtige Süße, ohne das Fleischaroma zu überdecken. Es schmeckt nach echtem BBQ, auch wenn kein Smoker im Spiel ist.


Welche Rippchen kaufen? Baby Back Ribs oder St. Louis Cut
Für Spareribs braucht ihr beim Metzger ein Stück Schälrippchen, also die Rippen vom Schweinebauch. Am häufigsten bekommt ihr zwei Zuschnitte. Baby Back Ribs stammen aus dem oberen Rückenbereich, sind kürzer, zarter und am Knochen etwas fleischiger. Der St. Louis Cut kommt aus dem Bauch, ist größer, hat mehr Fett und dadurch einen intensiveren Eigengeschmack. Beide funktionieren mit diesem Rezept. Für den Einstieg empfehlen wir Baby Back Ribs, weil sie bei der Garzeit etwas verzeihender sind.
Silberhaut entfernen und der richtige Rub
Bevor der Rub aufs Fleisch kommt, muss die Silberhaut runter. Das ist eine zähe Membran auf der Knochenseite. Bleibt sie dran, zieht der Rub kaum ein und die Ribs werden beim Garen zäh statt zart. Fahrt mit einem Löffelstiel unter die Haut, greift sie mit einem Stück Küchenpapier und zieht sie in einem Zug ab. Das geht ganz schnell. Danach tupft ihr die Ribs trocken, streut den Rub rundum großzügig auf und massiert ihn richtig ein.
Wir haben für dieses Rezept das Pork und Spareribs Gewürz aus der FREE-Linie von Stay Spiced! verwendet. FREE bedeutet, dass das Gewürz ohne zugesetztes Salz, ohne Allergene und ohne Knoblauch und Zwiebeln gemischt ist. Beim Dry Rub ist das ein echter Vorteil, denn Salz zieht Feuchtigkeit aus dem Fleisch, bevor es überhaupt Wärme bekommt. Drin stecken geräucherter Paprika, Ancho Chili, Bärlauch, Ingwer, Rosmarin und Zimt. Wickelt die eingeriebenen Ribs in Frischhaltefolie und lasst sie mindestens drei Stunden, besser über Nacht im Kühlschrank ziehen. Noch mehr Rezepte mit unseren Lieblingsgewürzen findet ihr bei unseren würzigen Rezepten.



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Spareribs im Backofen. Eingewickelt zart garen
Die volle 3-2-1-Methode auf dem Grill dauert rund sechs Stunden. Das ist herrlich, wenn man Zeit und Lust hat. Wir wollten aber unbedingt einen Weg finden, der deutlich schneller geht, und haben dabei gleich zwei Varianten entwickelt. Bei unserer Hauptvariante sorgt der Backofen für die Saftigkeit. Heizt ihn auf 150 °C Ober- und Unterhitze vor, legt die Ribs auf Butcher-Paper oder doppelt gelegte Alufolie, träufelt den Apfelsaft darüber und wickelt alles fest ein. Das Päckchen bleibt 2 bis 2,5 Stunden im Ofen.
Unser Tipp, wenn es am Grillabend noch entspannter sein soll. Ihr könnt die Ribs schon am Vortag eingewickelt im Ofen vorgaren und erst am nächsten Tag auf dem Grill fertig machen. Praktischer geht es kaum.

Spareribs auf dem Grill glasieren
Kurz vor dem Grillen rührt ihr die Glasur aus BBQ-Soße, Honig und Apfelessig an. Bringt den Grill auf mittlere bis hohe Hitze, wer mag, legt ein paar Holzchips für etwas Raucharoma dazu. Wickelt die Ribs aus, pinselt sie großzügig mit der Glasur ein und grillt sie bei indirekter Hitze 30 bis 45 Minuten fertig. Alle 10 Minuten wendet ihr sie und pinselt neu ein, bis die Oberfläche schön glänzt und leicht karamellisiert ist. Vor dem Aufschneiden lasst ihr die Ribs noch fünf Minuten ruhen. Mehr Ideen für den nächsten Grillabend findet ihr in unseren Grill-Rezepten.

Spareribs im Airfryer
Ihr habt keinen Grill, aber trotzdem Lust auf Ribs? Dafür haben wir gleich die Airfryer-Variante mitentwickelt, und sie hält, was sie verspricht. In gut 2 Stunden ist das Fleisch innen schön saftig, außen sorgt die Heißluft für eine schöne Kruste. Die einzige Vorbereitung bleibt das Marinieren über Nacht.
Schneidet die Ribs vor oder nach dem Marinieren in drei Stücke mit je drei bis vier Rippchen. So passen sie in den Korb und bekommen von allen Seiten gleichmäßig Hitze. Sprüht oder bestreicht sie leicht mit einem hitzebeständigen Öl und gart sie 10 Minuten bei 180 °C vor, bis sich eine leichte Kruste bildet. Dann legt ihr die Ribs auf Butcher-Paper oder Alufolie, übergießt sie mit dem Apfelsaft, verschließt alles fest zu einem Päckchen und gart sie 90 Minuten bei 150 °C sanft durch. Zum Schluss auswickeln, glasieren und bei 200 °C noch einmal 5 bis 10 Minuten karamellisieren lassen. Vor dem Anschneiden gönnt ihr ihnen 5 Minuten Ruhe.
Airfryer-Modelle unterscheiden sich in der Leistung. Schaut deshalb zwischendurch kurz nach und passt die Zeiten bei Bedarf leicht an. Viele weitere Ideen findet ihr in unseren Heißluftfritteuse-Rezepten.


Spareribs nur im Backofen, ganz ohne Grill
Auch ohne Grill und ohne Airfryer müsst ihr nicht auf Spareribs verzichten. Gart die Ribs wie beschrieben eingewickelt im Backofen, wickelt sie dann aus, pinselt sie mit der Glasur ein und schiebt sie für die letzten Minuten unter den Backofengrill. Bleibt dabei in der Nähe, denn die Glasur karamellisiert unter dem Grill sehr schnell.
Was kann bei Spareribs schiefgehen?
Die Ribs sind zäh. Meist ist die Silberhaut noch dran oder die Garzeit war zu kurz. Zieht die Membran immer ab und lasst die Ribs die vollen 2 bis 2,5 Stunden eingewickelt im Ofen. Lässt sich ein Knochen leicht drehen, sind sie fertig.
Die Ribs sind trocken. Das Päckchen war nicht dicht, und der Dampf ist entwichen. Wickelt die Ribs fest in Butcher-Paper oder doppelte Alufolie und vergesst den Apfelsaft nicht.
Die Glasur verbrennt. Honig und BBQ-Soße enthalten viel Zucker. Grillt die Ribs bei indirekter Hitze und pinselt die Glasur erst in der letzten Phase auf, nicht schon vor dem Garen im Ofen.
Das Fleisch fällt komplett auseinander. Dann waren die Ribs zu lange im Ofen. Bei Baby Back Ribs reichen oft schon 2 Stunden. Prüft ab dann, ob sich die Knochen leicht lösen, aber das Fleisch noch zusammenhält.
Der Rub schmeckt kaum durch. Er hatte zu wenig Zeit. Plant mindestens drei Stunden ein, besser die ganze Nacht.
Im Airfryer werden die Ribs ungleichmäßig. Die Stücke lagen übereinander. Legt sie nebeneinander in den Korb und gart notfalls in zwei Durchgängen.
Was passt zu Spareribs?
Ribs brauchen keine große Begleitung, ein paar Klassiker machen den Abend aber komplett. Ein knackiger Coleslaw bringt Frische gegen das herzhafte Fleisch, dazu ein ordentlicher Kartoffelsalat und Maiskolben vom Grill. Wer noch eine Soße dazu möchte, nimmt unsere selbst gemachte Bourbon-BBQ-Soße. Und falls ihr nach dem Grillabend noch Lust auf etwas Süßes habt, schaut euch unsere gegrillte Ananas mit Burrata und Minzpesto an.
Coleslaw
Hier zum Rezept
Kartoffelsalat mit grünem Spargel und Speck

Bourbon- BBQ Sauce
Hier zum Rezept
Gegrillte Ananas mit Burrata und Minzpesto
Hier zum Rezept
Von Schälrippchen zu Spareribs. Ein kurzer Blick auf die Geschichte
Das Wort Spareribs ist übrigens älter als die amerikanische Grillkultur. Es geht auf das niederdeutsche „Ribbesper“ zurück, was so viel bedeutet wie auf einem Spieß gegrillte Rippchen. Vom Konzept her also uralte Hausmannskost, bei der kein Teil des Tieres verschwendet wurde. Die aufwendige Zubereitung mit Rub, langer Garzeit und Glasur entwickelte sich in den Südstaaten der USA, wo Spareribs heute zusammen mit Pulled Pork und Beef Brisket zur „Holy Trinity“ des Barbecues gehören. Sascha und ich sehen das ganz pragmatisch. Ribs müssen einfach gut schmecken.

Zutaten
- 1 Stück Schälrippchen, ca. 1 kg
- 3 EL Stay Spiced! Pork & Spareribs Gewürz
- 100 ml Apfelsaft
- 3 EL BBQ-Sauce
- 1 EL Honig
- 1 TL Apfelessig
Zubereitung
- Zuerst die Silberhaut runter. Mit einem Löffelstiel fahrt ihr unter die zähe Membran auf der Knochenseite, greift mit einem Stück Küchenpapier und zieht sie in einem Zug ab.
- Danach tupft ihr die Ribs trocken und streut das Stay Spiced! Pork & Spareribs Gewürz rundum großzügig auf. Richtig einmassieren. Dann wickelt ihr alles in Frischhaltefolie und legt die Ribs am besten über Nacht in den Kühlschrank.
- Den Ofen heizt ihr auf 150 °C Ober- und Unterhitze vor. Die Ribs legt ihr auf Butcher-Paper oder doppelt gelegte Alufolie, träufelt den Apfelsaft gleichmäßig drüber und wickelt alles fest ein. Das Päckchen kommt auf ein Backblech und bleibt 2 bis 2,5 Stunden im Ofen.
- Kurz vor dem Grillen rührt ihr noch schnell die Glasur an. BBQ-Sauce, Honig und Apfelessig verrühren und beiseitestellen.
- Den Grill bringt ihr auf mittlere bis hohe Hitze. Wer möchte, legt ein paar Holzchips dazu für etwas Raucharoma, ist aber nicht unbedingt notwendig.
- Die Ribs wickelt ihr aus, pinselt sie großzügig mit der Glasur ein und grillt sie bei indirekter Hitze 30 bis 45 Minuten fertig. Alle 10 Minuten wenden und jedes Mal neu einpinseln, bis die Oberfläche schön glänzt und leicht karamellisiert ist.
- Vor dem Aufschneiden lasst ihr die Ribs noch fünf Minuten ruhen. Das lohnt sich wirklich, damit sie schön saftig bleiben.
Tipps
Habt ihr das Rezept ausprobiert?
Lasst uns wissen, wie es war!Gebt dem Rezept eure Sterne. Ein Klick reicht, ein Kommentar ist freiwillig.
Häufige Fragen zu Spareribs
Wie lange brauchen Spareribs im Backofen?
Eingewickelt bei 150 °C Ober- und Unterhitze brauchen sie 2 bis 2,5 Stunden. Danach glasiert ihr sie auf dem Grill oder kurz unter dem Backofengrill.
Wie lange brauchen Spareribs im Airfryer?
Insgesamt etwa 2 Stunden. 10 Minuten bei 180 °C vorgaren, 90 Minuten eingewickelt bei 150 °C und zum Schluss 5 bis 10 Minuten bei 200 °C glasieren.
Muss ich die Silberhaut entfernen?
Ja. Die zähe Membran auf der Knochenseite verhindert, dass der Rub einzieht, und wird beim Garen ledrig. Mit einem Löffelstiel lösen und mit Küchenpapier abziehen.
Wie lange sollte der Rub einziehen?
Mindestens drei Stunden, am besten über Nacht im Kühlschrank. Je länger, desto runder wird der Geschmack.
Kann ich Spareribs am Vortag vorbereiten?
Ja. Gart sie eingewickelt im Ofen vor, lasst sie abkühlen und stellt sie kalt. Am nächsten Tag nur noch glasieren und auf dem Grill fertig machen.
Jetzt seid ihr dran!
Spareribs selber zu machen war für uns lange so eine große Sache, die wir immer vor uns hergeschoben haben. Jetzt verstehen wir nicht mehr, warum. Es ist absolut kein Hexenwerk, es braucht nur ein wenig Zeit und einen guten Rub. Probiert es aus, im Ofen und auf dem Grill oder im Airfryer, und schreibt uns in die Kommentare, wie eure Ribs geworden sind. Lasst uns gern eine Bewertung da und markiert uns auf Instagram mit @diejungskochenundbacken. Wir teilen eure Fotos sehr gern.
Eure Jungs
Kennt ihr schon unsere Agentur-Website?
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Autor

Torsten
Brotbäcker, Rezepttüftler und Herz des StudiosTorsten ist der Ruhepol in der Küche, der alte Familienrezepte weiterträgt und ihnen eine moderne Note verleiht. Er liebt gutes Essen, einen guten Whisky und das Gefühl, wenn Familie und Freunde gemeinsam am Tisch sitzen.






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