Warum sollte man ein Schmorgericht eigentlich immer nur im Winter kochen? Unsere Pasta alla Puttanesca mit Thunfisch ist zwar ein klassisches Pastarezept, aber die Sauce wird geschmort und erinnert beim Zubereiten erst einmal an die Herbstküche. Wir haben uns gedacht, dass wir diese mediterrane Pasta mit Tomaten, Oliven, Kapern und Sardellen doch auf jeden Fall auch im Frühling, Sommer, Herbst und Winter kochen können und uns zum aller ersten Mal an diese Kombination getraut. Aber bitte nicht erschrecken lassen, denn auch Sascha, der nicht der größte Fan von Oliven ist, liebt diese Pasta und hatte sogar die Idee dazu, sie zu kochen.
Inhaltsverzeichnis
Unsere eigene Pasta alla Puttanesca mit Thunfisch
Ich glaube, wir haben, bis auf die Zubereitungsweise, so ziemlich alles falsch gemacht, was man bei einer klassischen Pasta alla Puttanesca falsch machen kann. Zumindest wird das vermutlich jeder Italiener so sehen. Denn streng genommen ist „Pasta alla Puttanesca“ eigentlich eine Spaghetti-Sache. Wie bei Spaghetti Carbonara oder Penne all’Arrabbiata ist die Pastasorte traditionell ziemlich fest mit der Sauce verbunden.
Wir haben unsere Version aber ganz bewusst mit Tortiglioni gekocht. Warum? Weil wir möglichst viel von dieser aromatischen Puttanesca-Sauce an der Nudel haben wollten. Und dafür sind Röhrchennudeln einfach perfekt.
Und dann kommt unser zweiter Regelbruch. Kurz vor dem Servieren wandert eine Portion Thunfisch in die Sauce. Das passt für uns richtig gut, weil der Thunfisch den kräftigen Geschmack der Sardellen, die am Anfang in der Pfanne mitschmoren, wunderbar abrundet. Am Ende bleibt eine mediterrane Pasta mit Tomaten, Kapern und Oliven, die nach Urlaub schmeckt, aber trotzdem total unkompliziert ist. Probiert das unbedingt mal aus.

Pasta alla Puttanesca – ein echtes Aromenspiel
Die Pasta alla Puttanesca lebt vor allem von ihrer intensiven und aromatischen Sauce. Denn die Puttanesca Sauce startet damit, dass die Sardellenfilets mit Knoblauch angebraten werden und so direkt ihre volle Würze entfalten. Schon in diesem Moment duftet die Wohnung nach mediterraner Küche und man könnte die Mischung am liebsten direkt mit einer Scheibe Brot aufdippen.
Die Kapern und die Oliven bringen anschließend eine runde Umami-Note mit, die sich perfekt in die Tomatensauce einfügt. Unsere Zugabe mit dem Thunfisch sorgt dann dafür, dass die kräftigen Aromen etwas abgerundet werden und die Pasta insgesamt noch harmonischer schmeckt. Genau deshalb ist es bei dieser Pasta mit Thunfisch auch nicht notwendig, das Pastawasser zu stark zu salzen.
Fünf Pastasaucen, die in Italien mit einer fixen Pastasorte verbunden sind:
Wie schon beschrieben, werden in der italienischen Küche oft Pastasorten fest mit einer Sauce serviert. Daher haben wir hier eine kleine Aufstellung davon:
- Spaghetti alla Carbonara
- Penne all’Arrabbiata
- Tagliatelle al Ragù
- Pappardelle al Cinghiale
- Linguine alle Vongole
Darf man Parmesan zu Pasta mit Thunfisch essen?
Was aber unser allergrößter und bewusst gewählter Faux-Pas bei unserer Pasta alla Puttanesca mit Thunfisch war, ist der frisch geriebene Parmesan über der Pasta auf dem Teller. Spätestens jetzt schreien wirklich alle italienischen Kochbegeisterten auf. Denn immer wieder stellt sich bei uns die Frage, ob man zu Pasta mit Fisch überhaupt Parmesan servieren darf.
Grundsätzlich gilt in der italienischen Küche, dass Käse nicht mit Fisch kombiniert wird. Der Hintergrund ist, dass ein milder Fisch geschmacklich oft nicht gegen den kräftigen Parmesan ankommt. Bei einer aromatischen Puttanesca Sauce mit Sardellen, Kapern und Oliven sieht das für uns aber schon ganz anders aus. Denn diese Sauce bringt von sich aus schon so viel Würze mit, dass der Parmesan hier nicht überlagert, sondern das Gericht unserer Meinung nach perfekt abrundet.
Ob ihr bei eurer Pasta mit Thunfisch also Parmesan verwendet oder nicht, bleibt am Ende natürlich euch überlassen. Wir finden, dass es geschmacklich hervorragend passt.
Rezept
Zutaten:
50 g Sardellenfilets
2 Prisen Chiliflocken
4 Knoblauchzehen, fein geschnitten
180 ml Rotwein
400 g Tomatenstücke, aus der Dose
100 g Kapern
200 g Oliven, z.B. Kalamata
400 g Pasta
1 Dose Thunfisch in Öl
1 Kelle Pastawasser
1 Bund Petersilie, gehackt
Zubereitung:
Erhitzt eine große Pfanne und bratet darin die Sardellenfilets unter Rühren an. Gebt unterdessen die Chiliflocken und den Knoblauch dazu. Sobald alles angebraten ist, mit dem Rotwein ablöschen.
Ein paar Minuten köcheln lassen und dann die Tomatenstücke dazugeben.
Zerkleinert die Kapern und Oliven in einem Mixer, so dass sie klein, aber nicht fein sind und rührt sie ebenfalls darunter.
Nun für ca. 20 Minuten köcheln lassen, so dass sich die Flüssigkeit reduziert, so dass die Sauce dickflüssig ist.
Währenddessen kocht ihr die Pasta nach Packungsanleitung al dente. Aber nicht zuviel Salz in das Wasser geben, da die Sauce ausreichend gewürzt ist.
Kurz, bevor die Pasta gar ist, den Thunfisch zur Sauce geben und leicht verrühren.
Die Pasta aus dem Wasser nehmen und mit einer Kelle Pastawasser, sowie der gehackten Petersilie unter die Sauce heben.
Und nun servieren und schmecken lassen.

Auf jeden Fall können wir euch nur raten, unsere Pasta alla Puttanesca mit Thunfisch einmal nachzukochen. Wir sind ziemlich sicher, dass sie euch genauso gut schmecken wird wie uns. Ob ihr dafür unsere Tortiglioni nehmt oder doch die klassischen Spaghetti, bleibt natürlich ganz euch überlassen. Und ein Parmesan-Gate machen wir jetzt auch nicht auf, ihr entscheidet einfach, wie ihr’s am liebsten mögt.
Wenn ihr das Rezept ausprobiert, schreibt uns unbedingt in die Kommentare, wie ihr sie gegessen habt. Mit oder ohne Parmesan, mit Tortiglioni oder Spaghetti. Wir sind gespannt.
Eure Jungs

Pasta alla Puttanesca mit Thunfisch – Mediterrane Pasta mit Kapern, Oliven und Tomaten
Zutaten
- 50 g Sardellenfilets
- 2 Prisen Chiliflocken
- 4 Knoblauchzehen, fein geschnitten
- 180 ml Rotwein
- 400 g Tomatenstücke, aus der Dose
- 100 g Kapern
- 200 g Oliven, z.B. Kalamata
- 400 g Pasta
- 1 Dose Thunfisch in Öl
- 1 Kelle Pastawasser
- 1 Bund Petersilie, gehackt
Zubereitung
- Erhitzt eine große Pfanne und bratet darin die Sardellenfilets unter Rühren an. Gebt unterdessen die Chiliflocken und den Knoblauch dazu. Sobald alles angebraten ist, mit dem Rotwein ablöschen.
- Ein paar Minuten köcheln lassen und dann die Tomatenstücke dazugeben.
- Zerkleinert die Kapern und Oliven in einem Mixer, so dass sie klein, aber nicht fein sind und rührt sie ebenfalls darunter.
- Nun für ca. 20 Minuten köcheln lassen, so dass sich die Flüssigkeit reduziert, so dass die Sauce dickflüssig ist.
- Währenddessen kocht ihr die Pasta nach Packungsanleitung al dente. Aber nicht zuviel Salz in das Wasser geben, da die Sauce ausreichend gewürzt ist.
- Kurz, bevor die Pasta gar ist, den Thunfisch zur Sauce geben und leicht verrühren.
- Die Pasta aus dem Wasser nehmen und mit einer Kelle Pastawasser, sowie der gehackten Petersilie unter die Sauce heben.
- Und nun servieren und schmecken lassen,.
Nährwerte
Private Notizen
Hast Du das Rezept ausprobiert?
Lass uns wissen wie es war!Was ist Pasta alla Puttanesca?
Pasta alla Puttanesca ist ein klassisches italienisches Pastagericht aus der Region Kampanien. Die Sauce basiert auf Tomaten, Sardellen, Kapern, Oliven und Knoblauch und zeichnet sich durch ihren besonders würzigen und aromatischen Geschmack aus.
Kann man Puttanesca Sauce einfrieren?
Ja, Puttanesca Sauce lässt sich problemlos einfrieren. In einem luftdichten Behälter hält sie sich im Gefrierfach bis zu 3 Monate.
Warum kommt Sardelle in die Puttanesca Sauce?
Sardellen sorgen für den typischen Umami-Geschmack der Sauce. Sie lösen sich beim Anbraten vollständig auf und verleihen der Tomatensauce Tiefe, ohne einen dominanten Fischgeschmack zu hinterlassen.
Kann man Pasta alla Puttanesca vorbereiten?
Die Sauce kann sehr gut vorbereitet werden. Frisch gekochte Pasta sollte aber erst kurz vor dem Servieren mit der Sauce vermischt werden, damit sie nicht zu weich wird.
Autor

Torsten
Brotbäcker, Rezepttüftler und Herz des StudiosTorsten ist der Ruhepol in der Küche, der alte Familienrezepte weiterträgt und ihnen eine moderne Note verleiht. Er liebt gutes Essen, einen guten Whisky und das Gefühl, wenn Familie und Freunde gemeinsam am Tisch sitzen.
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