Die Rhabarber-Saison hat längst begonnen und wir warten wieder sehnlichst auf ein paar frische Stangen aus Muddis Garten. Die ersten dünneren Stangen könnten schon geerntet werden, aber wir müssen leider noch bis zum Wochenende warten, um sie zu verarbeiten. Bis dahin bedienen wir uns bei den lieben Mädels auf unserem Markt in Kalk. Und was ist eines der ersten Rezepte, das wir in dieser Saison mit dem säuerlichen Gemüse backen? Einen karamellisierten Rhabarber Käsekuchen. Das Rezept kommt von unserer Lea, denn sie ist mindestens genauso verrückt nach Rhabarber wie wir.
Inhaltsverzeichnis

Ein Käsekuchen, der wirklich nach Frühling schmeckt
Für die meisten von euch ist mittlerweile klar, dass wir beide, aber vor allem Sascha, ganz große Fans von Käsekuchen sind. Es gibt so viele Varianten davon und irgendwie haben wir für fast jede einen Platz in unserem Herz. Aber dieser hier ist klassisch heimatlich. Mit Magerquark und ohne Frischkäse. Lea hat ihn so entwickelt, wie sie selbst am liebsten Käsekuchen isst. Und genau das merkt man. Der Boden bekommt durch einen Teil Haferflocken eine tolle Textur und einen nussigen Geschmack, den ein reiner Mürbeteig nicht hat. Der karamellisierte Rhabarber obendrauf macht ihn zum echten Frühlingskuchen.
So schmeckt dieser Käsekuchen
Die Käsemasse ist cremig und leicht säuerlich durch den Quark, der Boden knuspert schön beim ersten Stück. Der Rhabarber bringt eine mild-süße Karamellnote mit, die wunderbar zur frischen Quarkcreme passt. Warm aus dem Ofen schmeckt er herrlich zart, aber ein paar Stunden im Kühlschrank machen ihn noch besser. Das bringt die perfekte Frische mit. Am nächsten Tag ist er schlicht perfekt.

Leas Trick mit dem Rhabarber
Lea hat sich für unseren karamellisierten Rhabarber Käsekuchen eine Zubereitung überlegt, die wir sofort geliebt haben. Bevor die Stangen auf den Teig kommen, bestreut sie sie mit Zucker und lässt sie für ca. 10 Minuten im Ofen karamellisieren. Der Ofen ist danach auch fast schon auf Temperatur. Neben dem tollen Geschmack, einer leicht bitteren Süße, lassen sich die Stangen so auch perfekt in der runden Form auslegen. Ein einfacher Schritt, der richtig viel ausmacht.

karamellisierter Rhabarber Käsekuchen in ca. 70 Minuten
Das Rezept ist unkomplizierter als es auf den ersten Blick klingt. Der Teig ist schnell geknetet, der Rhabarber karamellisiert parallel im Ofen. Die Käsemasse braucht keine Küchenmaschine. Dann geht der Kuchen für ca. 45 Minuten in den Ofen. Plant ein bisschen Abkühlzeit ein, denn wie schon gesagt, ist er kalt aus dem Kühlschrank am besten. Aber daher lässt er sich perfekt schon am Vortag zubereiten. So habt ihr vor dem Servieren keine Arbeit.
Tipps und Fragen zu unserem Rezept
Kann ich den Rhabarber auch ohne Karamellisieren verwenden?
Das geht, aber wir empfehlen es nicht. Durch das Karamellisieren wird die Säure milder und der Rhabarber bekommt eine wunderbare Süße. Der Aufwand ist wirklich minimal, der Unterschied aber deutlich.
Kann ich Magerquark durch fettigeren Quark ersetzen?
Ja, mit 20-%-Quark wird die Masse etwas cremiger und ein bisschen reichhaltiger. Schichtkäse wäre theoretisch auch möglich, die Konsistenz wird dann aber anders. Wir haben ihn für dieses Rezept noch nicht getestet.
Kann ich den Kuchen einfrieren?
Ja, das klappt gut. Am besten schon in Stücke schneiden, einzeln einpacken und über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen.
Fazit:
Wir hoffen, ihr habt genug Lust bekommen, diesen Kuchen auszuprobieren. Er ist wirklich leicht gemacht, saisonal und ein schöner Start in die Rhabarberzeit. Traut euch ruhig ran, auch wenn ihr noch nie Rhabarber karamellisiert habt. Der Trick ist einfacher als er klingt. Schreibt uns gerne in den Kommentaren, wie er euch gelungen ist und was bei euch jedes Jahr in der Rhabarbersaison auf den Tisch kommt.
Eure Jungs
Noch mehr Rhabarber für die Saison
Wer Rhabarber so liebt wie wir, findet auf dem Blog noch einige weitere Rezepte. Unsere Rhabarber Muffins mit Pistazien sind in wenigen Minuten fertig und ideal, wenn es schnell gehen soll. Wer auch herzhaft kochen möchte, sollte die Überbackenen Ofenhackbällchen mit grünem Spargel und Rhabarber nicht verpassen. Und wer den Rhabarber über die Saison retten möchte: Unsere Rhabarber Marmelade mit Minze und Gin passt übrigens auch wunderbar zu einem Stück Käsekuchen.

Karamellisierter Rhabarber Käsekuchen
Zutaten
- 500 g Rhabarber, geschält
- 100 g Zucker
- 75 g Mehl, Type 405
- 75 g zarte Haferflocken
- 1 Eigelb
- 50 g brauner Zucker
- 50 g Butter
- 1/2 Päckchen Backpulver
- 500 g Magerquark
- 1 Päckchen Puddingpulver
- 125 g Zucker
- 65 g Butter
- 1 Eiweiß
- 2 Eier
- 1 Päckchen Vanillezucker
- etwas Zitronenabrieb
Zubereitung
- Heizt euren Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor, belegt ein Backblech mit Backpapier und legt die Rhabarberstangen darauf. Bestreut sie mit Zucker und karamellisiert die Stangen für ca. 10 Minuten. Lasst sie dann auf dem Blech leicht abkühlen. Reduziert dann die Temperatur auf 160 °C und wechselt auf Umluft.
- In der Zwischenzeit gebt ihr alle Zutaten für den Teig in eine Schüssel und knetet den Mürbeteig locker zusammen. Legt eine 24er Springform mit Backpapier aus und drückt den Teig am Boden gleichmäßig fest. Von außen nach innen legt ihr nun die Rhabarberstangen im Kreis auf den Boden.
- Schmelzt die Butter und lasst sie abkühlen. Vermengt dann alle übrigen Zutaten miteinander und rührt die Butter mit unter. Verteilt die Käsemasse nun über dem Rhabarber und backt den Kuchen für ca. 45 Minuten. Schaut ab und zu ein den Ofen, denn sollte der Deckel beginnen dunkel zu werden, unbedingt mit einem weiteren Backpapier abdecken.
- Öffnet dann die Ofentüre, schaltet den Ofen aus und lasst den Kuchen langsam unterkühlen. Löst mit einem scharfen Messer aber noch den Rand, damit die Käsemasse nicht aufreißt. Komplett ausgekühlt und frisch aus dem Kühlschrank schmeckt unser Käsekuchen mit karamellisiertem Rhabarber am allerbesten.
Private Notizen
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Torsten
Brotbäcker, Rezepttüftler und Herz des StudiosTorsten ist der Ruhepol in der Küche, der alte Familienrezepte weiterträgt und ihnen eine moderne Note verleiht. Er liebt gutes Essen, einen guten Whisky und das Gefühl, wenn Familie und Freunde gemeinsam am Tisch sitzen.
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