Je nachdem, wie groß eure Tarteform ist, könnt ihr aus dem überschüssigen Teig entweder ein paar Plätzchen ausstechen und backen oder 1-2 kleine Tartelettes zubereiten die ihr für den „Notfall“ in einer verschlossenen Dose aufbewahrt.
So hat das die gute Oma Lore nämlich immer gemacht. Wenn Teig übrig blieb, dann wurden Tartelettes gebacken. Und wenn sich dann kurzfristig Besuch angekündigt hatte, dann kam ein halber Pfirsich aus der Dose darauf und mit dem Saft wurde Tortenguss angerührt, um den Pfirsich damit zu bedecken.
Wenn es frisches Obst im Garten gab, kamen auch Erdbeeren oder Heidelbeeren darauf. Alles, was der Garten oder die Speisekammer gerade so hergab. Manchmal und das hat Torsten am besten gefallen, wurde schnell ein Vanillepudding gekocht, hineingefüllt und Erdbeeren oben drauf gesetzt.
Jetzt ärgern wir uns gerade, dass wir das nicht auch schon längst so machen, denn Besuch kommt ja hin und wieder wirklich mal ohne lange Ankündigung auf einen Sprung vorbei ..! Wir werden wohl mit Omas Tradition anfangen müssen. Sie wird bestimmt stolz sein, dass wir es ihr nachmachen. Wir werden ihr das nächste Woche erzählen.
Wenn bei euch Besuch so kurzfristig vorbei kommt und ihr eigentlich nicht soviel zu Hause habt, was sind dann so eure Notgriffe, die trotzdem jedem Gast gefallen? Das kann ja sowohl süß als auch herzhaft sein. Schreibt uns hier in die Kommentare oder auch per Mail. Wir sind gespannt.
Eure Jungs

Zutaten
Für den Boden:
- 190 g Dinkelmehl Type 630
- 50 g feinster Zucker
- 1/4 TL Salz
- 170 g kalte Butter, in kleinen Stücken
- 30 ml eiskaltes Wasser
Und für den Belag:
- 300 g Frischkäse, Doppelrahmstufe
- 2 Eigelb
- 3 EL feinster Zucker
- 4 Stangen Rhabarber, halbiert oder geviertelt (je nach Dicke der Stangen)
- 1/2 Pckg. Tortenguss, weiss
- 60 ml Rhabarbersaft, altern. Apfel- oder ein anderer heller Saft
- 65 ml Wasser
- 1 TL Zucker
Zubereitung
- vermischt Mehl, Zucker und Salz in einer Schüssel und gebt die Butterstücke dazu
- knetet von Hand oder mit einem Teigmischer die Butter vorsichtig unter die Mehlmischung (nicht zu viel kneten, damit der Mürbeteig auch schön mürbe wird)
- nach und nach gebt löffelweise das Wasser mit dazu
- in Folie verpackt, lasst ihr den Teig im Kühlschrank für 1 Stunde ruhen
- kurz vor Ende der Ruhezeit, rührt Eigelb und Zucker unter den Frischkäse und stellt ihn beiseite
- säubert und schält den Rhabarber und scheidet ihn längs zurecht
- heizt euren Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vor
- rollt nun den Teig auf eurer leicht bemehlten Arbeitsfläche dünn aus (ca. 5 mm) und legt ihn vorsichtig in und über die Tarteform
- drückt ihn ganz leicht an und schneidet den überschüssigen Teig ab
- stecht miteiner Gabel mehrfach ein, füllt die Creme hinein und streicht sie glatt
- legt nun die Rhabarberstreifen auf die Creme und backt die Tarte für ca. 40 Minuten
- lasst sie nun auf einem Kuchengitter auskühlen
- rührt mit dem Saft, Wasser und Zucker in einem Topf den Tortenguss bei mittlerer Temperatur glatt und gießt ihn als Abschluss über die Tarte
- erneut auskühlen und fest werden lassen
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