Ich hatte ja schon mal erzählt, dass meine Mama in meinen Kindertagen in einer Konditorei gearbeitet hat. Da kommt wohl die Vorliebe für süßes Gebäck her! Eine Art „Teilchen”, die ich immer total gerne mochte, waren Plunderteilchen. Die waren dann, abhängig von der Saison, mit frischem Obst belegt. Oft war auch ein wenig Creme drauf und wenn es richtig, richtig gut war, dann waren natürlich auch noch Streusel obendrüber! Unsere Pflaumenschnitten haben all diese Komponenten und tragen bei uns das Prädikat „MEGA LECKER”.
Das Beste daran ist, dass ihr dafür weder Hefeteig braucht, noch stundenlang warten müsst. Mit fertigem Blätterteig stehen die Schnitten in einer guten halben Stunde auf der Kaffeetafel. Genau das richtige Rezept, wenn spontan Besuch kommt oder die wunderbare Zwetschgenschwemme wieder zuschlägt.

Inhaltsverzeichnis
Pflaumenschnitten. Diese Zutaten braucht ihr
Die Zutatenliste ist herrlich kurz und jede Komponente hat ihre Aufgabe. Fertiger Blätterteig in Platten ist die Basis und blättert im Ofen wunderbar auf. Die schnelle Käsecreme aus Magerquark, Frischkäse, Ahornsirup und Eigelb sorgt dafür, dass die Schnitten nicht trocken werden, und hält die Früchte an Ort und Stelle. Die Streusel mit Haferflocken und Rohrohrzucker bringen den Knusper obendrauf. Und dann natürlich die Hauptdarsteller. Zwetschgen oder Pflaumen, je nachdem, was der Markt gerade hergibt. Die Marillenkonfitüre zum Aprikotieren am Ende sorgt für Glanz und dieses „wie vom Bäcker”-Finish.



Blätterteig oder Plunderteig. Was ist eigentlich der Unterschied?
Ich muss euch ein Geständnis machen! Unsere Pflaumenschnitten sind streng genommen gar kein Plundergebäck, denn wir nutzen Blätterteig zum Backen. Viele verwechseln diese beiden Teige gerne mal, denn eine gewisse Ähnlichkeit ist schon da, zumindest optisch. Also geben wir gerne wieder eine kleine, feine Lehrstunde. Aber nur kurz, versprochen!
Beide Teige werden im Prinzip auf dieselbe Art zubereitet. Essenziell ist das Falten des Teiges, das sogenannte Tourieren. Dadurch wird die Butter eingeschlossen und sorgt für mehr Volumen. Beim Blätterteig ist nur dieser physikalische Effekt für das Aufblättern zuständig, wohingegen im Plunderteig zusätzlich Hefe steckt, die den Teig biologisch aufgehen lässt. Ihr seht, es braucht keine außergewöhnlichen Zutaten. Aber es ist definitiv zeitaufwändig, denn der Teig braucht seine Kühlzeiten. Daher greifen wir, wie wahrscheinlich so ziemlich jeder, gerne auf fertigen Blätterteig zurück. Einen fertigen Plunderteig bekommt man hingegen nur selten. Wenn ihr das Experiment wagen wollt, findet ihr bei unserem Apfelstrudel eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für selbst gemachten Blätterteig. Übrig gebliebenen Teig könnt ihr übrigens problemlos einfrieren.
So gelingen euch die Pflaumenschnitten
Ein paar Kniffe machen bei diesem einfachen Rezept den Unterschied. Verarbeitet den Blätterteig möglichst kühl, dann blättert er am schönsten auf. Für die Streusel muss die Butter kalt sein und ihr solltet nicht zu lange kneten, sonst werden aus den Streuseln Teigklumpen. Setzt die Käsecreme in die Mitte der Platten und lasst rundherum einen Rand frei, damit beim Aufgehen nichts überläuft. Und backt die beiden Bleche wirklich nacheinander. So bekommt jedes Blech gleichmäßige Hitze und die Schnitten werden rundum goldbraun. Das noch heiße Aprikotieren am Ende gibt den Rändern Glanz und hält sie schön saftig.


Was kann bei Pflaumenschnitten schiefgehen?
Viel schiefgehen kann bei diesem Rezept zum Glück nicht. An diesen Stellen lohnt sich aber ein genauer Blick.
Der Boden wird matschig. Die häufigste Ursache sind sehr saftige Früchte. Tupft die Zwetschgenstücke vor dem Belegen kurz mit Küchenpapier ab und legt sie mit der Schnittfläche nach oben auf die Creme. So läuft der Saft nicht direkt in den Teig. Auch wichtig. Belegt die Platten erst kurz vor dem Backen und lasst sie nicht lange belegt herumstehen.
Der Blätterteig geht nicht richtig auf. Meist war der Teig zu warm oder der Ofen noch nicht vollständig vorgeheizt. Blätterteig braucht den Hitzeschock, damit die Butterschichten Dampf entwickeln. Heizt den Ofen also wirklich auf 200 °C Ober-/Unterhitze vor und holt den Teig erst kurz vorher aus dem Kühlschrank.
Die Streusel verlaufen zu Klümpchen oder werden hart. Hier ist fast immer die Butter schuld. War sie zu weich, verlaufen die Streusel beim Backen. Habt ihr zu lange geknetet, werden sie kompakt statt krümelig. Kalte Butter in Stückchen, nur kurz mit den Fingern verkneten, fertig.
Die Creme läuft vom Teig. Dann war es schlicht zu viel Creme oder sie saß zu weit am Rand. Ein guter Esslöffel pro Platte reicht wirklich und die Pflaumen drücken die Creme beim Backen ohnehin etwas nach außen. Genau so soll es sein.
Variationen. So wandelt ihr die Schnitten ab
Dieses Rezept ist eine wunderbare Basis zum Spielen und aus euren Kommentaren haben wir schon tolle Ideen mitgenommen. Ein Spritzer Zitrone in der Quarkcreme und eine Löffelspitze Zimt in den Streuseln, das hat eine Leserin ausprobiert und wir finden es großartig. Zimt geht bei uns sowieso immer! Ihr könnt die Platten auch halbieren und längliche Happen daraus machen, perfekt fürs Buffet oder die Kaffeetafel mit vielen Gästen. Und beim Obst seid ihr völlig frei. Im Sommer funktionieren Aprikosen, Kirschen oder Beeren, im Herbst Äpfel und Birnen. Die Backzeit bleibt dabei gleich.

Pflaumenschnitten aufbewahren und vorbereiten
Am allerbesten schmecken die Schnitten frisch und noch lauwarm, wenn der Blätterteig richtig knusprig ist. Reste bewahrt ihr wegen der Quarkcreme abgedeckt im Kühlschrank auf und esst sie innerhalb von zwei Tagen. Der Teig zieht dabei etwas Feuchtigkeit. Ein paar Minuten bei 160 °C im Backofen und die Schnitten sind fast wieder wie frisch. Vorbereiten könnt ihr die Komponenten übrigens prima. Creme und Streusel halten sich abgedeckt einen Tag im Kühlschrank, belegt und gebacken wird dann frisch.
Wie nennt ihr süßes Gebäck in eurer Region?
Wie schon gesagt, bin ich großer Fan von Teilchen und bis heute macht man mir mit süßem Gebäck vom Bäcker eine riesige Freude! Im Saarland nennt man sie durch meine Verwandtschaft bedingt übrigens „Kaffeestückchen”. Aber wir wollen erst gar nicht mit dem Saarland und dem Dialekt anfangen! Ob Teilchen, Stückchen oder Gebäck, schreibt uns gerne in die Kommentare, wie die guten Stücke bei euch heißen. Wir sind wirklich neugierig!
Weitere Rezepte mit Pflaumen und Zwetschgen
Wenn ihr in der Zwetschgenzeit gar nicht genug bekommen könnt, schaut unbedingt in unsere Sammlung Pflaumen- und Zwetschgenrezepte mit zehn Lieblingsrezepten für den Spätsommer. Und noch mehr Kuchenglück findet ihr in unserem Kuchen-Guide mit über 400 Rezepten. Diese drei passen perfekt zu den Schnitten.
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Unser Bester Zwetschgen-Crumble | Euer schneller Spätsommer-Klassiker mit Frucht & Crunch

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Eure Fragen zu den Pflaumenschnitten
Kann ich die Pflaumenschnitten vorbereiten?
Bereitet Creme und Streusel gerne einen Tag vorher zu und lagert beides abgedeckt im Kühlschrank. Belegt und gebacken wird aber frisch, dann bleibt der Blätterteig knusprig.
Kann ich statt Blätterteig auch Plunderteig nehmen?
Klar! Wenn ihr an frischen Plunderteig kommt, funktionieren die Schnitten damit genauso. Fertigen Plunderteig gibt es aber kaum zu kaufen, deshalb ist Blätterteig hier die unkomplizierte Wahl.
Welches Obst passt noch auf die Schnitten?
Alles, was die Saison hergibt! Aprikosen, Kirschen, Beeren, später im Jahr Äpfel oder Birnen. Tupft saftiges Obst kurz ab, dann bleibt der Boden knusprig. Die Backzeit bleibt gleich.
Kann ich die Pflaumenschnitten einfrieren?
Gebacken und ausgekühlt könnt ihr sie einfrieren. Lasst sie im Kühlschrank auftauen und backt sie ein paar Minuten bei 160 °C auf, damit der Teig wieder knusprig wird. Frisch bleiben sie aber unser Favorit.
Wie lagere ich die Schnitten am besten?
Wegen der Quarkcreme gehören Reste abgedeckt in den Kühlschrank. Dort halten sie sich etwa zwei Tage. Vor dem Servieren kurz aufbacken, dann schmecken sie fast wie frisch.
Jetzt seid ihr dran!
Ganz egal, wie ihr die guten Stücke nennt, probiert unsere Pflaumenschnitten unbedingt aus! Wir sind so begeistert davon, denn sie sind schnell gemacht, herrlich wandelbar und schmecken einfach nach Kaffeetafel. Habt ihr sie nachgebacken? Dann lasst uns einen Kommentar und eine Bewertung da und markiert uns gerne auf Instagram, wenn ihr eure Schnitten fotografiert. Wir freuen uns riesig!
Eure Jungs

Zutaten
- 80 g Magerquark
- 50 g Frischkäse
- 1 EL Ahornsirup
- 1 Eigelb
- 50 g Rohrohrzucker
- 20 g Haferflocken
- 60 g Weizenmehl, Type 405
- 50 g Butter, kalt, in Stückchen
- 350 g Zwetschgen oder Pflaumen, geviertelt oder halbiert
- 8 Platten Blätterteig, 10 x 10 cm
- 1 EL Marillenkonfitüre
- 20 ml Wasser
Zubereitung
- Gebt alle Zutaten in eine Schüssel und verrührt sie gründlich. Stellt die Schüssel zur Seite und heizt euren Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vor.
- Gebt auch hier alle Zutaten in eine Schüssel und verknetet sie mit den Fingern zu Streuseln. Dabei passt auf, dass ihr keine zu großen Teigstücke verknetet, dann werden es keine Streusel mehr.
- Legt je 4 Blätterteigplatten auf zwei Backbleche, gebt einen guten Esslöffel der Käsecreme in die Mitte und platziert nun ca. 1 1/2 Pflaumen in halbierten oder geviertelten Stücken darauf. So, dass sich die Creme ein wenig nach außen drückt.
- Verteilt nun die Streusel gleichmäßig über die 8 Pflaumenschnitten und backt jedes Blech nacheinander für 15 Minuten.
- Während das erste Blech backt, gebt die Marillenkonfitüre mit dem Wasser in einen Topf und erhitzt sie unter Rühren. Nehmt sie vom Herd und streicht mit einem Pinsel die noch heißen Ränder der Teilchen an und lasst das Gebäck auskühlen.
Hast Du das Rezept ausprobiert?
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Autor

Sascha
Fotograf, Zocker & Süßigkeiten-FanSascha sorgt für Bilder, Videos und eine gute Portion Kreativität auf dem Blog. Wenn er nicht fotografiert, findet man ihn beim Zocken oder beim Sport, um sich seine Liebe zu Süßem zu verdienen.








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