Heute nehmen wir euch mit nach Spanien. Genauer gesagt an einen sonnigen Mittagstisch in einer der schönen kleinen Gassen in der Altstadt von Barcelona. Unsere würzige Chorizo-Pfanne mit Tomatenreis bringt genau dieses Urlaubsgefühl zu euch nach Hause. Würzige Chorizo, fruchtige Tomaten, Oliven und ein Schuss Sherryessig. Mehr braucht es nicht für ein Gericht, das nach Sonne und Meer schmeckt.
Das Beste daran ist, dass die Chorizo-Pfanne schnell gemacht ist und trotzdem voller Aroma steckt. In knapp einer Stunde steht sie auf dem Tisch, und den Großteil der Zeit arbeitet der Ofen für euch. Wir entwickeln unsere Rezepte seit über 15 Jahren, und gerade bei den einfachen Gerichten wissen wir. Es kommt auf die Details an. Deshalb haben wir bei diesem hier so lange an Würze und Säure der Sauce und am Reis gefeilt, bis wirklich alles zusammenpasst.
Inhaltsverzeichnis
Spanien auf dem Teller. Warum wir diese Chorizo-Pfanne so oft kochen
Wer uns länger folgt, weiß es. Spanien ist neben Italien unsere kulinarische Herzensregion und Barcelona unsere Lieblingsstadt. Immer wenn das Fernweh zu groß wird, holen wir uns die mediterranen Aromen einfach in die eigene Küche. So ist auch diese Chorizo-Pfanne entstanden.
Den letzten Anstoß gab unser Metzger. Der hatte für die Grillsaison eine richtig gute Chorizo aus eigener Herstellung im Sortiment. Auf dem Grill war sie schon ein Traum, und mir war sofort klar, dass sie auch als Pfannengericht funktioniert. Wenn ihr nach weiteren spanischen Rezept-Inspirationen sucht, schaut unbedingt in unseren Barcelona-Food-Guide oder probiert direkt unsere Paella. Beides bringt euch das Urlaubsgefühl direkt auf den Teller.




Die richtige Chorizo für die Pfanne. Frisch statt getrocknet
Das ist der wichtigste Punkt beim ganzen Rezept, also lest hier gern zweimal hin. Für die Chorizo-Pfanne braucht ihr frische Chorizo zum Braten (Chorizo fresco), nicht die luftgetrocknete Salami-Variante aus der Wursttheke.
Der Unterschied ist groß. Frische Chorizo ist eine rohe Bratwurst, die erst beim Garen ihr würziges Paprikafett abgibt und schön saftig wird. Die getrocknete Chorizo dagegen ist bereits gereift und schnittfest, so wie sie auf dem Tapas-Teller liegt. Werft ihr die in die Pfanne, wird sie zäh und trocken, statt aromatisch zu schmoren. Fragt im Zweifel an der Theke einfach nach frischer Chorizo oder Grillchorizo.
Ihr bekommt partout keine frische Chorizo? Dann funktioniert auch eine grobe, kräftig gewürzte Bratwurst oder eine spanische Salchicha. Ganz an das Original kommt das nicht heran, schmeckt aber trotzdem klasse.
Die Zutaten für eure Chorizo-Pfanne im Überblick
Viele Zutaten braucht ihr nicht, aber jede hat ihre Aufgabe. Hier kommt unser kurzer Überblick.
- Sherryessig ist unsere erste Wahl. Er gibt dem Gericht diese typisch spanische, leicht nussige Säure. Habt ihr keinen da, nehmt Rotweinessig. Das klappt richtig gut, deshalb steht er auch als Alternative im Rezept.
- Brauner Zucker ist kein Zufall. Der eine Esslöffel gleicht die Säure der Tomaten aus und rundet die Sauce ab. Weglassen solltet ihr ihn nicht.
- Tomatenfruchtfleisch nehmt ihr aus der Dose oder frisch, wenn ihr richtig reife Tomaten bekommt. Die Cherrytomaten kommen zusätzlich obendrauf und sorgen für fruchtige Frische.
- Schwarze Oliven bringen die salzige Tiefe. Wir mögen sie entsteint, das macht das Essen entspannter. Wenn ihr Oliven liebt, passen unsere Gewürz-Oliven perfekt als Tapa dazu.
- Geflügelfond gibt Reis und Sauce Körper. Selbst gemacht schmeckt er am besten, unser Fond-Grundrezept zeigt euch wie. Vegetarisch? Dann nehmt einfach Gemüsefond.
- Langkornreis ist hier goldrichtig. Er bleibt schön körnig und matscht nicht. Rundkorn- oder Risottoreis solltet ihr nicht nehmen, der wird zu cremig und passt nicht in die Pfanne.
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So gelingt euch der Tomatenreis
Der Tomatenreis macht die Pfanne komplett und ist im Grunde ein kleines Rezept für sich. Der Trick liegt im Anrösten. Bratet Tomatenmark und Knoblauch kurz an, gebt dann den Reis dazu und röstet ihn zwei Minuten mit. Das gibt Aroma, und die Körner bleiben später schön locker.
Danach mit Fond ablöschen, einmal aufkochen, Hitze runter und mit geschlossenem Deckel leise köcheln lassen. Wichtig. Deckel drauflassen und den Reis nicht ständig umrühren, sonst wird er klebrig. Nach dem Köcheln lasst ihr ihn noch zehn Minuten zugedeckt ziehen. In dieser Ruhezeit nimmt er den Rest der Flüssigkeit auf und wird perfekt. Erst ganz zum Schluss kommen Petersilie und Zitronenzeste dazu. Die frische Zitrusnote hebt das ganze Gericht.
Chorizo-Pfanne im Ofen oder auf dem Herd. Beide Wege erklärt
Bei uns wandert die Pfanne nach dem Anbraten für 30 Minuten in den Ofen. Dabei schmurgeln Chorizo, Tomaten und Oliven gemütlich zusammen, und die Aromen verbinden sich. Damit das klappt, braucht ihr eine ofenfeste Pfanne, deren Griff die Hitze abkann. Eine gute Edelstahl- oder Gusseisenpfanne ist ideal, weil sie sich vom Herd direkt in den Ofen stellen lässt.
Ihr habt keine ofenfeste Pfanne? Kein Problem. Dann lasst die Chorizo-Pfanne einfach auf dem Herd fertig schmoren. Legt die angebratenen Würste zurück in die Tomatensauce, deckelt die Pfanne und lasst alles bei niedriger Hitze rund 30 Minuten leise köcheln. Ab und zu umrühren, damit nichts ansetzt. Alternativ füllt ihr alles in eine Auflaufform und schiebt sie in den Ofen. Das Ergebnis ist praktisch gleich.
Was kann bei der Chorizo-Pfanne schiefgehen?
Ein einfaches Gericht, aber ein paar Stolperfallen gibt es doch. Hier sind die häufigsten und wie ihr sie umgeht.
- Die Chorizo wird zäh statt saftig. Meist liegt es an der falschen Wurst (getrocknet statt frisch) oder daran, dass sie zu heiß und zu lange angebraten wurde. Nehmt frische Chorizo und bratet sie nur kurz scharf an. Sie gart im Ofen fertig und muss beim Anbraten noch nicht durch sein.
- Das Gericht ist zu salzig. Chorizo, Oliven und Fond bringen schon von sich aus viel Salz mit. Salzt deshalb nicht vorab, sondern erst am Ende, wenn ihr abschmeckt. Ein salzarmer Fond hilft, und sehr salzige Oliven könnt ihr kurz abspülen.
- Der Reis wird zu fest oder zu matschig. Ursache ist fast immer der Deckel. Zu früh geöffnet oder zu oft gerührt und der Reis leidet. Deckel geschlossen lassen und die Ruhezeit einhalten. Ist er am Ende noch bissig, gebt einen kleinen Schluck heißen Fond dazu und lasst ihn zugedeckt weiterziehen.
- Die Sauce ist zu dünn. Tomaten und Fond bringen viel Flüssigkeit. Lasst die Pfanne die letzten Minuten offen im Ofen oder kocht die Sauce auf dem Herd kurz ein. Ist sie zu dick geworden, hilft ein Schluck Fond.
- Die Sauce schmeckt zu sauer. Manche Dosentomaten sind ordentlich säuerlich. Genau dafür ist der braune Zucker da. Schmeckt es euch noch zu spitz, gebt einen Hauch mehr dazu, bis es rund ist.
- Die Chorizo platzt beim Anbraten. Das passiert bei zu hoher Hitze. Bratet sie bei mittlerer bis mittelhoher Hitze an, dann bleibt sie ganz und schön saftig.
Variationen. So macht ihr die Chorizo-Pfanne zu eurer
- Mehr Gemüse. Rote und gelbe Paprikastreifen mitschmoren macht die Pfanne noch bunter und typisch spanisch.
- Extra sättigend. Eine Dose abgetropfte Kichererbsen dazu, und aus der Pfanne wird ein deftiger Eintopf.
- Ohne Reis. Statt Tomatenreis passt knuspriges Weißbrot zum Dippen. Oder ihr serviert dazu Kartoffeln im Patatas-Bravas-Stil.
- Schärfer. Eine frische Chili oder etwas Pimentón picante bringt mehr Feuer.
- Als Tapas-Abend. Klein anrichten und zusammen mit unserer spanischen Tortilla und Patatas Bravas servieren. Fertig ist das Spanien-Menü.
Aufbewahrung, Vorbereitung und Aufwärmen
- Aufbewahren. Reste halten sich luftdicht verschlossen 2 bis 3 Tage im Kühlschrank. Der Chorizo-Tomaten-Teil schmeckt am nächsten Tag oft sogar noch würziger.
- Vorbereiten. Den Chorizo-Teil könnt ihr gut vorab kochen. Den Reis macht ihr am besten frisch, dann bleibt er locker. So ist die Pfanne auch was fürs Meal Prep unter der Woche.
- Aufwärmen. Sanft auf dem Herd mit einem Schuss Fond oder Wasser erwärmen, damit nichts austrocknet. Reis am besten separat auffrischen.
- Einfrieren. Der Chorizo-Tomaten-Teil lässt sich einfrieren. Reis frieren wir eher nicht ein, frisch schmeckt er einfach besser.





Zutaten
- etwas Olivenöl
- 6 Chorizo
- 400 g Tomatenfruchtfleisch, aus der Dose oder frisch
- 250 ml Geflügelfond
- 2 EL Sherryessig, alt. Rotweinessig
- 1 EL brauner Zucker
- 2 Lorbeerblätter
- 250 g Cherrytomaten
- 100 g schwarze Oliven
- 2 EL Tomatenmark
- 2 Knoblauchzehen, gerieben
- 300 g Reis, Langkorn
- 500 ml Geflügelfond
- 1 Handvoll Petersilie, gehackt
- 1/2 Zitrone, die Zesten davon
Zubereitung
- Heizt euren Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vor.
- Gebt dann ein wenig Olivenöl in eure Pfanne, erhitzt sie und bratet die Würste von beiden Seiten kurz und scharf an, so dass sie leicht gebräunt sind. Nehmt sie aus der Pfanne und stellt sie zur Seite.
- Löscht die heiße Pfanne mit dem Tomatenfruchtfleisch und Geflügelfond ab und fügt Sherryessig, braunen Zucker und die Lorbeerblätter hinzu. Kocht alles kurz auf und legt die Chorizos zurück in die gefüllte Pfanne. Verteilt die Cherrytomaten und Oliven über die Tomatenmasse und schiebt die Pfanne für 30 Minuten in den Ofen.
- Erhitzt einen kleinen bis mittleren Topf auf dem Herd und gebt das Tomatenmark mit den geriebenen Knoblauchzehen hinein. Bratet beides gemeinsam unter Rühren kurz an und fügt dann den Reis hinzu. Röstet auch den für 2 Minuten unter Rühren leicht an und löscht mit dem Geflügelfond ab. Nachdem der Reis beginnt, zu kochen, reduziert die Temperatur und lasst alles bei geschlossenem Deckel leicht köcheln.
- Nach 10 Minuten nehmt ihr den Topf vom Herd und lasst ihn ebenfalls geschlossen, weitere 10 Minuten ziehen, bevor ihr die Petersilie und Zitronenzeste unterrührt.
- Nehmt die Pfanne aus dem Ofen und richtet den Reis in der Pfanne an. Mit etwas Petersilie bestreut stellt sie einfach auf den Tisch und beginnt, zu genießen.
Hast Du das Rezept ausprobiert?
Lass uns wissen wie es war!Weitere spanische Rezepte für euren Spanien-Abend
Ihr habt Lust auf mehr Spanien? Dann macht doch gleich einen ganzen Abend daraus. Diese Rezepte passen wunderbar zur Chorizo-Pfanne.
- Paella – der Klassiker mit Meeresfrüchten.
- Patatas Bravas – knusprige Kartoffeln mit zwei Saucen.
- Spanische Tortilla – das Kartoffelomelett zum Verlieben.
- Gewürz-Oliven – die perfekte Tapa vorweg.
- Garnelen-Gnocchi-Pfanne – noch ein schnelles Pfannengericht für den Feierabend.
Und wenn ihr generell auf schnelle Feierabendküche steht, stöbert unbedingt in unserer Sammlung Schnelle Küche. Da wartet garantiert euer nächstes Lieblingsgericht.
Häufige Fragen zur Chorizo-Pfanne
Welche Chorizo brauche ich für die Chorizo-Pfanne?
Nehmt frische Chorizo zum Braten (Chorizo fresco), keine luftgetrocknete Salami. Nur die frische Variante gibt beim Garen ihr würziges Paprikafett ab und wird schön saftig. Fragt an der Theke einfach nach frischer Chorizo oder Grillchorizo.
Kann ich statt Sherryessig auch Rotweinessig nehmen?
Ja, das könnt ihr. Sherryessig ist für uns geschmacklich die erste Wahl, weil er diese typisch spanische Note bringt. Mit Rotweinessig funktioniert die Pfanne aber genauso gut, deshalb steht er direkt als Alternative im Rezept.
Kann ich die Chorizo-Pfanne ohne Ofen zubereiten?
Klar. Legt die angebratenen Würste zurück in die Tomatensauce, deckelt die Pfanne und lasst alles bei niedriger Hitze rund 30 Minuten auf dem Herd schmoren. Rührt ab und zu um, damit nichts ansetzt.
Kann ich das Gericht vegetarisch machen?
Ihr könnt zu einer guten vegetarischen Chorizo oder würzigen veganen Bratwurst greifen und den Geflügelfond durch Gemüsefond ersetzen. Geschmacklich ist es dann etwas milder, aber immer noch herrlich würzig.
Wie lange hält sich die Chorizo-Pfanne?
Luftdicht verschlossen hält sie sich 2 bis 3 Tage im Kühlschrank. Der Chorizo-Tomaten-Teil schmeckt am nächsten Tag oft sogar noch intensiver. Wärmt ihn sanft mit einem Schluck Fond wieder auf.
Kann ich die Chorizo-Pfanne vorbereiten?
Ja. Den Chorizo-Teil könnt ihr gut vorab kochen. Den Reis macht ihr am besten frisch, dann bleibt er schön locker. Damit ist die Pfanne auch super fürs Meal Prep geeignet.
Jetzt seid ihr dran!
Habt ihr unsere Chorizo-Pfanne ausprobiert? Dann hinterlasst uns unbedingt einen Kommentar und eure Sterne-Bewertung. Das hilft uns riesig und anderen bei der Entscheidung. Und wenn ihr sie nachkocht, markiert uns gern mit @diejungskochenundbacken auf Instagram. Wir freuen uns immer, eure Ergebnisse zu sehen.
Eure Jungs
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Dann schaut doch mal hier vorbei: Oma Lore – Die Kreativagentur
Autor

Sascha
Fotograf, Zocker & Süßigkeiten-FanSascha sorgt für Bilder, Videos und eine gute Portion Kreativität auf dem Blog. Wenn er nicht fotografiert, findet man ihn beim Zocken oder beim Sport, um sich seine Liebe zu Süßem zu verdienen.








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