Kirschgelee selber machen. Es ist wieder Kirschenzeit! Und wenn uns Freunde mit einem ganzen Eimer frisch gepflückter Kirschen überfallen, gibt es bei uns nur eine logische Konsequenz … Kuchen backen, was das Zeug hält oder Kirschgelee kochen. Weil wir uns mal wieder nicht auf eine Variante einigen konnten, haben wir gleich zwei gekocht – einmal fruchtig-mild mit Apfelsaft und einmal mit einem Schuss Espresso. Klingt verrückt? Ist es auch. Ein bisschen zumindest. Aber vor allem ist es richtig, richtig lecker!
In diesem Beitrag zeigen wir euch Schritt für Schritt, wie ihr Kirschgelee selber macht. Vom Entsaften der Kirschen, über die richtige Gelierprobe, bis zum Abfüllen in die Gläser. Beide Varianten gelingen mit Gelierzucker 2:1 und sind auch für Einkoch-Neulinge absolut machbar.
Inhaltsverzeichnis
Kirsch-Überfall aus dem Nachbargarten
Die Geschichte hinter diesem Gelee ist schnell erzählt. Unsere Freunde Nadine und André hatten im Garten seiner Eltern eine riesige Menge Kirschen gepflückt und wollten uns damit eigentlich nur neidisch machen. Hat funktioniert! Zum Glück kam aber direkt die Frage hinterher, ob sie uns mit einem Eimer voller frischer, saftiger Kirschen überfallen dürfen. Wer würde da schon Nein sagen?! Die einzige Bedingung war, dass ein Glas vom Ergebnis zurück geht. In diesem Fall sogar zwei. Aber das ist ja wohl selbstverständlich.


Kirschgelee mit Apfel oder Espresso. Zwei Varianten, ein Grundrezept
Wer unser erstes eigenes Buch „Das Marmeladenkochbuch“ kennt, der wird sich schon denken, dass einfach nur Kirsche uns ehrlich gesagt zu langweilig war. Deshalb haben wir aus unserem Grundrezept zwei Varianten entwickelt:
- Kirsch-Apfel-Gelee: Der klare Apfelsaft macht das Gelee mild und rund. Das ist die Variante, die wirklich jedem schmeckt und auch bei Kindern aufs Brot wandert.
- Kirsch-Espresso-Gelee: Ich war zuerst skeptisch, Sascha hatte die Idee. Aber am Ende waren wir uns einig, dass der Espresso dem Gelee eine leicht herbe, fast karamellige Tiefe gibt. Genial aufs Frühstücksbrötchen und ein echter Geheimtipp zu Käse!
Kirschgelee selber machen. In unserem Marmeladenkochbuch findet ihr übrigens schon eine Kirschkonfitüre mit Balsamico. Mit diesen beiden Gelees wächst unsere Kirsch-Sammlung also weiter. Und wenn ihr danach immer noch Kirschen übrig habt, dann setzt doch direkt unseren Kirschlikör mit Rosmarin an oder backt unsere fudgy Kirsch-Blondies mit Mandeln.


Kirschen entsaften. So kommt ihr an den Saft
Für Gelee braucht ihr keinen Fruchtbrei, sondern roten klaren Saft. Wir haben unsere Kirschen mit dem Dampfentsafter entsaftet. Aus rund 2 kg Kirschen wurden bei uns etwa 1,5 Liter Saft. Kein Dampfentsafter im Haus? Kein Problem. Kocht die entsteinten Kirschen einfach mit einem kleinen Schluck Wasser weich und lasst sie anschließend durch ein feines Passiertuch oder Sieb abtropfen. Wichtig ist, nicht zu drücken oder zu quetschen, sonst wird euer Gelee trüb. Und wenn es ganz schnell gehen muss, funktioniert auch ein guter Direktsaft (100 % Kirschsaft) aus dem Handel.
Die Gelierprobe. So wird euer Kirschgelee perfekt
Der wichtigste Moment beim Geleekochen ist die Gelierprobe. Stellt euch vorab einen kleinen Teller in den Kühlschrank. Gebt nach etwa 5 Minuten sprudelndem Kochen einen Löffel der heißen Masse auf den kalten Teller. Zieht sie an und geliert, könnt ihr sofort abfüllen. Bleibt sie flüssig, lasst das Gelee noch kurz weiterkochen. Aber Achtung! Wer zu lange kocht, bekommt Gummibärchen im Glas, denn zu fest geliertes Gelee lässt sich kaum noch streichen, nachdem es erkaltet ist.
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Euer Kirschgelee füllt ihr am besten in klassische Weck-Einmachgläser.
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Zutaten
- 700 ml Kirschsaft
- 50 ml Espresso
- 500 g Gelierzucker, 2:1
- 600 ml Kirschsaft
- 150 ml Apfelsaft, klar
- 1 Spritzer Zitrone
- 500 g Gelierzucker, 2:1
Zubereitung
- Zuerst müsst ihr eure Gläser entkeimen. Dafür kocht sie inklusive der Deckel in kochendem Wasser 2-3 Minuten ab. Stellt sie auf einem Küchentuch bereit.
- Nun müsst ihr die Kirschen entsaften. Wir haben dafür einen Dampfentsafter benutzt; je nachdem wie viel Saft ihr rausbekommt, könnt ihr die Mengen anpassen oder den Saft so trinken (Bei uns ergaben ca 2 kg Kirschen 1,5 l Saft).
- Nun gebt den Saft und die weiteren Zutaten je nach Sorte in einen Topf und kocht alles sprudelnd auf. Lasst das Gelee min. 5 Minuten kochen und macht dann eine Gelierprobe. Sollte Schaum entstehen, nehmt diesen mit einem Schaumlöffel ab.
- Ist die Gelierprobe auf einem kalten Teller erfolgreich, könnt ihr das Kirschgelee in die vorbereiteten Gläser füllen und direkt verschließen. Spätestens am nächsten Tag, sollte euer Gelee fertig sein und das erste Brot damit geschlemmt werden.
Tipps
Hast Du das Rezept ausprobiert?
Lass uns wissen wie es war!Häufige Fragen zum Kirschgelee selber machen
Wie lange ist selbst gemachtes Kirschgelee haltbar?
Sauber und heiß abgefüllt in sterilisierte Gläser hält sich Kirschgelee an einem kühlen, dunklen Ort problemlos 6–12 Monate. Angebrochene Gläser gehören in den Kühlschrank und sollten innerhalb von 2–3 Wochen aufgebraucht werden.
Kann ich Kirschgelee ohne Dampfentsafter machen?
Ja! Kocht die entsteinten Kirschen mit einem kleinen Schluck Wasser weich und lasst sie durch ein Passiertuch oder feines Sieb abtropfen – ohne zu drücken, damit der Saft klar bleibt. Alternativ könnt ihr auch gekauften 100-%-Direktsaft verwenden.
Mein Gelee ist zu flüssig geworden – was nun?
Keine Panik: Manchmal geliert Gelee erst nach ein bis zwei Tagen vollständig nach. Ist es dann immer noch zu flüssig, kocht es einfach noch einmal sprudelnd auf, gebt einen Spritzer Zitronensaft dazu und macht erneut die Gelierprobe.
Welche Kirschen eignen sich am besten für Kirschgelee?
Süßkirschen ergeben ein mildes, liebliches Gelee – ein Spritzer Zitrone bringt hier die nötige Frische. Sauerkirschen wie Schattenmorellen sorgen für ein intensiveres, säuerlicheres Aroma. Auch eine Mischung funktioniert wunderbar.
Wozu passt Kirschgelee außer aufs Brot?
In Quark oder Joghurt gerührt, als Füllung oder Glasur beim Backen – zum Beispiel für einen versunkenen Kirschkuchen – und die Espresso-Variante ist ein Traum auf der Käseplatte. Noch mehr Ideen zum Einkochen findet ihr in unseren 3 einfachen Fruchtaufstrichen.
Jetzt seid ihr dran!
Was sind eure Lieblingsfrüchte im Sommer und zu was verarbeitet ihr sie am liebsten? Lasst uns nicht dumm sterben und schreibt es uns in die Kommentare! Und wenn ihr eines der beiden Kirschgelees ausprobiert habt, freuen wir uns riesig über eine Sternebewertung – das geht auch ganz ohne Kommentar und hilft uns wirklich sehr. Wir lesen und beantworten jede einzelne Rückmeldung.
Eure Jungs
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Dann schaut doch mal hier vorbei: Oma Lore – Die Kreativagentur
Autor

Torsten
Brotbäcker, Rezepttüftler und Herz des StudiosTorsten ist der Ruhepol in der Küche, der alte Familienrezepte weiterträgt und ihnen eine moderne Note verleiht. Er liebt gutes Essen, einen guten Whisky und das Gefühl, wenn Familie und Freunde gemeinsam am Tisch sitzen.
Letzte Aktualisierung am 12.07.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API





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