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Herbst ist Apfel- und Kürbiszeit: Apfelrezepte und Kürbisrezepte für die ganze Saison

Vegetarisch

Eingelegte Paprika. Mediterrane Antipasti aus dem Airfryer

Eingelegte Paprika als mediterrane Antipasti selbst gemacht: Im Airfryer geröstet, gehäutet und über Nacht in einer Marinade aus Zitrone, Knoblauch und Honig gezogen, wandern die Schoten mit Thymian in warmes Olivenöl ins Glas. Mit Tipps zu Zutaten, Haltbarkeit und typischen Fehlerquellen beim Einlegen.

von Torsten aktualisiert am
Eingelegte Paprika. Mediterrane Antipasti aus dem Airfryer
Gesamt
10 Std. 35 Min.
Vorbereitung
20 Min.
Ruhezeit
8 Std.
Kochen/Backen
15 Min.
Ergibt
8 Portionen (ca. 4 Gläser à 400 ml)
Pro Portion
270 kcal

Eingelegte Paprika gehört für mich zu den Dingen, die ich immer im Kühlschrank haben könnte. Weiche, geröstete Schoten ohne Haut, die über Nacht in Zitronensaft, Knoblauch, Honig und Salz ziehen und dann mit frischem Thymian in warmem Olivenöl ins Glas wandern. Genau diese mediterranen Antipasti möchten wir euch daher jetzt vorstellen. Die Paprika rösten wir im Airfryer. Das geht schnell, denn der Ofen muss nicht lange aufgeheizt werden und die Haut löst sich danach fast von allein.

Und ehrlich, dieses Rezept wollte ich schon so lange auf den Blog bringen. Dass es erst jetzt so weit ist, hat einen ganz einfachen Grund. Bei uns zu Hause ist Paprika ein schwieriges Thema. Sascha verträgt sie überhaupt nicht, genau wie seine Mama Moni. Deshalb kaufen wir eigentlich so gut wie nie welche. Ich dagegen mag Paprika sehr gerne und komme auch bestens damit klar. Wie es dann doch zu einem ganzen Berg voller Schoten in unserer Küche im Studio kam, erzähle ich euch sofort.

Warum bei uns plötzlich ein Berg Paprika stand

Meine Muddi mochte Paprika schon immer. Und mein Schwiegervater könnte jeden Tag einen Paprikasalat mit Zwiebeln und einem leckeren Essig-Öl-Dressing futtern. Nur eben Sascha und Moni nicht. So landet bei uns zu Hause selten eine Schote im Einkaufswagen. Bis vor Kurzem.

In unserer Kreativagentur hatten wir zwei Aufträge, bei denen wir für zwei Verlage die Fotos für neue Kochbücher fotografiert haben. Und tatsächlich sollten viele der Gerichte mit Paprika gekocht werden. Und für solch ein Projekt muss man immer etwas mehr einkaufen, als man beim Rezept eigentlich verbraucht. Damit auch beim Shooting genügend Lebensmittel da sind, um sie eventuell noch schick mit ins Bild zu legen. Aber was macht man danach mit dem ganzen Essen und den übrig gebliebenen Lebensmitteln?

Entweder an die Nachbarn verschenken, die sich immer so sehr darüber freuen. Oder eben endlich meine Antipasti zubereiten, um die übrig gebliebenen Paprika haltbar zu machen. So können sich meine Mutter und mein Schwiegervater beim nächsten gemeinsamen Schlemmen darauf freuen. Und ich nasche sie einfach so zwischendurch aus dem Glas und bin happy damit.

Eingelegte Paprika. So funktioniert das Rezept in drei Schritten

Eingelegte Paprika sind dunkel geröstete, gehäutete Paprikaschoten, die mariniert und dann in Olivenöl im Glas aufbewahrt werden. Klassische Antipasti also, wie ihr sie aus Italien oder vom Feinkostladen kennt, nur eben selbst gemacht. Das Rezept hat drei Schritte, und keiner davon ist schwer.

Erst röstet ihr die halbierten Schoten bei 200 °C etwa 15 Minuten im Airfryer, bis die Haut Blasen wirft und sich abziehen lässt. Dann schneidet ihr die gehäuteten Paprika in mundgerechte Stücke und legt sie über Nacht in eine Marinade aus Zitronensaft, geriebenem Knoblauch, Honig und Salz. Am nächsten Tag kommen die Stücke mit Knoblauchscheiben und Thymianblättern in saubere Gläser und werden mit Olivenöl bedeckt, das ihr vorher auf 80 °C erhitzt habt. Fertig. Die Zutaten und alle Mengen findet ihr wie immer unten in der Rezeptkarte.

Für 1,5 kg Paprika braucht ihr dabei zwei Durchgänge im Airfryer, je nach Größe eures Korbs auch drei. Rechnet also mit rund 20 Minuten Vorbereitung, 15 Minuten Röstzeit pro Durchgang und einer Nacht Ruhezeit. Die eigentliche Arbeitszeit ist kurz, der Rest passiert von allein.

Die Zutaten erklärt. Was Zitrone, Honig und Thymian in der Marinade machen

Paprikaschoten. Nehmt dickfleischige rote, gelbe oder orangefarbene Schoten. Die sind süßer als grüne und behalten nach dem Rösten noch Biss. Dünnwandige Spitzpaprika funktionieren auch, zerfallen aber schneller und brauchen etwas weniger Zeit im Airfryer. 1,5 kg klingt nach viel, nach dem Rösten und Häuten bleibt aber ungefähr ein Kilo Fruchtfleisch übrig. Wir haben tatsächlich eine Mischung an Paprika verwendet. Einfach alles, was übrig war.

Zitronen. Der Saft von zwei Zitronen gibt der Marinade die Säure, die bei Antipasti sonst oft vom Essig kommt. Zitrone passt für mich perfekt zur Süße der gerösteten Paprika, sie schmeckt frischer und weniger scharf als Weißweinessig. Die Zeste einer der beiden Zitronen kommt mit in die Marinade und bringt das ätherische Zitronenaroma dazu.

Knoblauch. Vier Zehen, aber nicht alle auf einmal. Zwei Zehen werden gerieben und ziehen in der Marinade über Nacht in die Paprika ein. Die anderen beiden schneidet ihr am nächsten Tag in feine Scheiben, sie wandern mit ins Glas und würzen das Öl. So bekommt ihr Knoblauchgeschmack auf zwei Ebenen, ohne dass er alles überdeckt.

Honig und Salz. Ein Esslöffel Honig gleicht die Säure aus und unterstreicht die Süße der Schoten. Das Salz zieht beim Marinieren etwas Flüssigkeit aus der Paprika und sorgt dafür, dass die Marinade nicht nur außen klebt, sondern in die Stücke einzieht. Wer es vegan mag, nimmt Agavendicksaft oder Ahornsirup in derselben Menge.

Thymian. Vier Zweige frischer Thymian, nur die abgezupften Blätter. Getrockneter Thymian geht zur Not auch, ein gestrichener Teelöffel reicht dann. Frisch schmeckt er aber deutlich feiner und sieht im Glas einfach schöner aus.

Olivenöl. Mit 600 ml ist das die größte Menge im Rezept, also spart hier nicht am falschen Ende. Ein gutes, mildes bis mittelfruchtiges Olivenöl schmeckt ihr später in jedem Bissen. Wir nehmen für so etwas gern das Koroneiki-Olivenöl von Stay Spiced!, dazu ein feines Meersalz. Mit dem Code DIEJUNGS bekommt ihr dort 10 Prozent Rabatt.

Gewürz von Stay Spiced wird über eine Marinade gestreut
Eingelegte Paprika. Mediterrane Antipasti aus dem Airfryer 14

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Paprika im Airfryer rösten. So geht die Haut ab

Das Rösten ist der Schritt, der über alles entscheidet. Nur wenn die Haut richtig Blasen wirft und stellenweise dunkel wird, lässt sie sich sauber abziehen. Halbiert die Schoten längs, entfernt Stiel, Kerne und die weißen Trennwände und legt die Hälften mit der Schnittfläche nach unten in den Korb. Die Haut zeigt nach oben, dort trifft die heiße Luft am stärksten auf. 200 °C und etwa 15 Minuten reichen in den meisten Geräten. Legt die Hälften nebeneinander und nicht übereinander, sonst dämpfen sie statt zu rösten. Lieber zwei oder drei Durchgänge.

Mein Tipp für die Haut. Gebt die heißen Hälften direkt aus dem Airfryer in eine Schüssel und deckt sie mit einem Teller oder Deckel ab. Im eigenen Dampf lösen sich die Häute in 10 Minuten so weit, dass ihr sie mit den Fingern abziehen könnt. Die Marinade rührt ihr in dieser Zeit an, dann steht nichts herum. Einzelne kleine Hautreste dürfen bleiben, die stören später nicht.

Ihr habt keinen Airfryer? Dann röstet die Hälften im Backofen unter dem Grill bei 230 bis 250 °C auf einem Blech mit Backpapier, Haut nach oben, 15 bis 20 Minuten. Oder ihr legt sie auf den Grillrost über direkter Hitze, bis die Haut schwarz wird. Beides funktioniert, der Airfryer ist nur die unkomplizierteste Variante und wird bei uns inzwischen am häufigsten einfach nebenbei angeworfen. Wenn ihr noch tiefer einsteigen wollt, findet ihr in unserem Heißluftfritteuse-Guide mit Zeiten, Temperaturen und Tipps alles Wichtige rund ums Gerät und weitere Rezepte.

Ein Stück eingelegte Paprika auf einer Gabel über einer Schale Antipasti, im Hintergrund gefüllte Gläser
Eingelegte Paprika. Mediterrane Antipasti aus dem Airfryer 15

Marinieren über Nacht. Warum die Ruhezeit den Unterschied macht

Die Marinade könnt ihr anrühren, während die Schoten im Airfryer rösten. Reibt die Zeste von einer Zitrone ab, presst beide Zitronen aus und verrührt Saft und Zeste mit zwei geriebenen Knoblauchzehen, dem Honig und dem Salz. Sobald die Paprika gehäutet sind, schneidet ihr sie in mundgerechte Stücke, legt sie in die Marinade und stellt die Schüssel verschlossen über Nacht in den Kühlschrank.

Warum so lange? Frisch gerösteten Paprika fehlt noch die Tiefe. Erst über Nacht nimmt das Fruchtfleisch die Säure und den Knoblauch wirklich an, und die Süße der Schoten verbindet sich mit dem Honig. Wenn ihr die Stücke direkt nach dem Rösten ins Öl gebt, schmeckt es nach Paprika mit Öl drumherum. Nach acht Stunden Ruhezeit schmeckt es nach Antipasti. Diese Geduld lohnt sich, und sie kostet euch keine Arbeit.

Ab ins Glas. Öl auf 80 °C, saubere Gläser, alles bedeckt

Am nächsten Tag schneidet ihr die beiden übrigen Knoblauchzehen in feine Scheiben und zupft die Thymianblätter von den Zweigen. Hebt die Paprikastücke mit einer Gabel oder einem Schaumlöffel aus der Marinade, sodass die meiste Flüssigkeit in der Schüssel bleibt, und verteilt Paprika, Knoblauchscheiben und Thymian gleichmäßig auf saubere Gläser. Drückt die Stücke leicht an, damit keine großen Luftblasen zwischen ihnen bleiben.

Dann erhitzt ihr das Olivenöl auf 80 °C. Das ist deutlich unter dem Rauchpunkt, aber warm genug, um Thymian und Knoblauch sofort ihr Aroma abzugeben und die letzten Lufteinschlüsse aus den Gläsern zu treiben. Ohne Thermometer erkennt ihr die Temperatur daran, dass das Öl dünnflüssig wird und beim Kippen des Topfes leicht zu rauchen beginnt. Dann ist es schon fast zu heiß, also lieber vom Herd nehmen. Füllt die Gläser so auf, dass alle Stücke gerade eben bedeckt sind, und verschließt sie nach dem Abkühlen.

Zu den Gläsern. Kocht sie in heißem Wasser aus oder lasst sie im Dampfgarer entkeimen, und nehmt Deckel, die wirklich dicht schließen. Twist-off-Gläser mit 200 bis 400 ml sind ideal, damit ihr immer nur ein Glas öffnet und der Rest unberührt bleibt. Mit 1,5 kg Paprika kommt ihr auf ungefähr vier Gläser mit je 400 ml.

Selbst gemachte eingelegte Paprika in Twist-off-Gläsern, ein Glas ist geöffnet
Eingelegte Paprika. Mediterrane Antipasti aus dem Airfryer 16

Haltbarkeit. So lagert ihr eingelegte Paprika sicher

Eingelegte Paprika gehören in den Kühlschrank, nicht in den Vorratsschrank. Das ist der wichtigste Satz in diesem Beitrag. Gemüse in Öl ist kein Essigsud und keine sauer eingelegte Gurke. Das Öl schließt die Luft ab, und genau in so einem sauerstoffarmen Milieu können sich bei Zimmertemperatur Keime vermehren, die ihr weder seht noch riecht. Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt ausdrücklich davor, Gemüse oder Knoblauch in Öl zu Hause ungekühlt auf Vorrat zu lagern. Kühl gelagert und zügig verbraucht ist das Ganze ein wunderbarer Snack, und so handhaben wir es auch.

Konkret heißt das für euch. Stellt die verschlossenen Gläser nach dem Abkühlen in den Kühlschrank und verbraucht sie innerhalb von etwa zwei Wochen. Achtet darauf, dass die Stücke immer vollständig mit Öl bedeckt sind, und holt sie nur mit sauberem Besteck aus dem Glas. Ein angebrochenes Glas esst ihr am besten innerhalb weniger Tage auf. Riecht etwas säuerlich oder gärig, wölbt sich der Deckel oder bildet sich Schaum, kommt das Glas weg.

Wer die Gläser länger aufheben möchte, kann sie nach dem Befüllen einkochen. Dafür stellt ihr die geschlossenen Gläser in einen Topf mit Wasser, das etwa 1 cm unter dem Deckelrand steht, und lasst sie bei 90 °C rund 90 Minuten ziehen. Alternativ geht das im Backofen oder im Dampfgarer. So halten die Paprika nach unserer Erfahrung 1 bis 2 Monate, aber auch die eingekochten Gläser lagern wir im Kühlschrank. Wichtig zu wissen. Diese Temperatur tötet Keime ab, aber keine Sporen. Die sichere Lagerung bleibt also auch dann kühl.

Was kann bei eingelegter Paprika schiefgehen?

In den Jahren, in denen wir Rezepte entwickeln und immer wieder nachkochen, hat sich eines gezeigt. Antipasti sind simpel, aber sie verzeihen Ungenauigkeit beim Rösten und beim Abfüllen nicht. Hier sind die Stellen, an denen es am ehesten hakt, jeweils mit der wahrscheinlichsten Ursache und der Lösung.

Die Haut lässt sich nicht abziehen

Die Haut war nicht heiß genug oder nicht lange genug im Airfryer. Sie muss sichtbar Blasen werfen und an einigen Stellen dunkel werden, sonst klebt sie am Fruchtfleisch. Gebt den Hälften bei 200 °C ruhig 2 bis 3 Minuten mehr und legt sie mit der Haut nach oben. Danach unbedingt abgedeckt 10 Minuten dämpfen lassen. Ohne diesen Schritt bleibt die Haut auch bei perfekt gerösteten Schoten hartnäckig.

Die Paprika werden matschig und zerfallen

Meist sind die Schoten zu dünnwandig oder zu lange geröstet. Spitzpaprika und kleine Snackpaprika haben wenig Fruchtfleisch und sind nach 15 Minuten bei 200 °C schon über den Punkt. Nehmt dickfleischige Blockpaprika oder kürzt die Zeit bei dünnen Sorten auf 10 bis 12 Minuten. Die Paprika soll weich sein, aber noch als Stück auf der Gabel bleiben.

Im Glas sammelt sich Wasser unter dem Öl

Dann ist zu viel Marinade mit ins Glas gekommen. Zitronensaft und der Saft, den das Salz aus den Paprika zieht, setzen sich unten ab und trüben das Öl. Das sieht nicht nur unschön aus, Wasser im Glas verkürzt auch die Haltbarkeit. Lasst die Stücke vor dem Einfüllen gut abtropfen und gebt die Marinade nicht mit ins Glas. Sie ist übrigens ein tolles Dressing für Salat und schmeckt auch zu Couscous.

Das Öl spritzt oder das Glas springt

Das Öl war zu heiß oder die Gläser zu kalt. 80 °C sind das Ziel, nicht mehr. Bei deutlich höherer Temperatur kocht die Restfeuchte an den Paprika auf, das Öl spritzt, und der Thymian wird braun statt grün. Kalte Gläser aus dem Schrank können bei heißem Öl zudem Risse bekommen. Nutzt ein Thermometer, wenn ihr eins habt, und spült die Gläser vorher heiß aus, dann sind sie schon temperiert.

Der Knoblauch wird grün oder blau

Das passiert, wenn Knoblauch mit Säure in Kontakt kommt, hier also mit dem Zitronensaft. Enzyme im Knoblauch reagieren mit den Schwefelverbindungen und färben die Scheiben grünlich bis türkis. Das ist völlig unbedenklich und beeinflusst den Geschmack nicht. Je frischer der Knoblauch, desto seltener tritt es auf. Wen die Farbe stört, der gibt die geriebenen Zehen erst kurz vor dem Einfüllen in die Marinade.

Das Olivenöl wird im Kühlschrank fest und trüb

Das ist normal und kein Zeichen von Verderb. Olivenöl flockt unter etwa 10 °C aus und wird bei Kühlschranktemperatur fest. Nehmt das Glas 20 bis 30 Minuten vor dem Servieren heraus, dann wird das Öl wieder klar und flüssig. Qualität und Geschmack leiden nicht darunter.

Einzelne Stücke schauen aus dem Öl heraus

Alles, was über dem Öl liegt, ist Luft ausgesetzt und verdirbt zuerst. Drückt die Stücke nach dem Befüllen mit einem Löffel unter die Oberfläche und gießt lieber etwas Öl nach. Nach jedem Öffnen kontrolliert ihr kurz, ob noch alles bedeckt ist. Fehlt Öl, füllt ihr einfach etwas frisches Olivenöl auf.

Variationen. Eingelegte Paprika nach eurem Geschmack

Das Grundrezept ist bewusst mild gehalten, damit es zu möglichst vielem passt. Wer es schärfer mag, gibt eine halbierte Chili oder eine Prise Chiliflocken mit ins Glas. Statt Thymian passen Rosmarin oder Oregano, beides ruhig frisch. Ein paar Kapern oder schwarze Oliven im Glas machen daraus eine kleine Antipasti-Mischung. Und wer die italienische Richtung komplett gehen will, tauscht den Zitronensaft gegen weißen Balsamico. Dann wird es süßer und weicher im Geschmack.

Vegan wird das Rezept mit Agavendicksaft oder Ahornsirup statt Honig. Und wenn ihr nur eine kleine Menge machen wollt, halbiert einfach alles. Zwei große Schoten, eine Zitrone, zwei Knoblauchzehen, ein halber Esslöffel Honig und so viel Öl, dass alles bedeckt ist. Dann reicht ein einziger Durchgang im Airfryer und ein Glas für die Woche.

Wozu passt eingelegte Paprika?

Am liebsten esse ich die Paprika pur, mit einem Stück Weißbrot, das ich in das Öl tunke. Genau dafür backen wir gern unsere knusprigen Sandwich-Baguettes. Auf einer Antipasti-Platte gehören die Schoten neben Oliven, Mozzarella und Schinken, und auf einem Sandwich oder einem Burger bringen sie Süße und Säure zugleich mit. Klein geschnitten könnt ihr sie unter warme Pasta rühren, in ein Omelett geben oder mit Feta auf ein Fladenbrot legen. Das Öl aus dem Glas nehmt ihr für Salatdressing oder zum Anbraten.

Eingelegte Paprika mit Gabel in einer Schale, daneben frische rote Paprikaschoten und Brötchen
Eingelegte Paprika. Mediterrane Antipasti aus dem Airfryer 17

Und wenn ihr Gefallen am Haltbarmachen gefunden habt, haben wir hier noch ein paar Rezepte, die gut dazu passen.

Sommergemüse

Rezept für mediterrane Antipasti. Gleich drei verschiedene Varianten. Baslamicoschalotten, eingelegte Paprika und Sommergemüse. Schnell und easy zubereitet und ab ins Glas.
Hier zum Rezept
Rezept für mediterrane Antipasti. Gleich drei verschiedene Varianten. Baslamicoschalotten, eingelegte Paprika und Sommergemüse. Schnell und easy zubereitet und ab ins Glas.

Tzatziki Rezept. Cremig und fast wie beim Griechen

Euer Tzatziki Rezept. cremiger Genuss wie in Griechenland. Und so macht ihr das beste Tzatziki selbst. Mit unserem Tipp für perfekte Konsistenz!
Hier zum Rezept
Euer Tzatziki Rezept. cremiger Genuss wie in Griechenland. Und so macht ihr das beste Tzatziki selbst. Mit unserem Tipp für perfekte Konsistenz!

Grüne Tomaten Chutney

Hier zum Rezept
grüne tomaten chutney rezept foodblog blog köln 1 | Eingelegte Paprika als mediterrane Antipasti selbst gemacht: Im Airfryer geröstet, gehäutet und über Nacht in einer Marinade aus Zitrone, Knoblauch und Honig gezogen, wandern die Schoten mit Thymian in warmes Olivenöl ins Glas. Mit Tipps zu Zutaten, Haltbarkeit und typischen Fehlerquellen beim Einlegen.
Ein Stück eingelegte Paprika auf einer Gabel über einer Schale Antipasti, im Hintergrund gefüllte Gläser

Eingelegte Paprika. Mediterrane Antipasti aus dem Airfryer

270kcal
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Vorbereitung 20 Minuten
Zubereitung 15 Minuten
Ruhezeit 8 Stunden
Gesamt 10 Stunden 35 Minuten
Geröstete Paprika aus dem Airfryer, über Nacht in Zitrone, Knoblauch und Honig mariniert und mit Thymian in Olivenöl eingelegt. Mediterrane Antipasti zum Selbermachen.
Portionen 8 Portionen (ca. 4 Gläser à 400 ml)

Zutaten

  • 1,5 kg Paprikaschoten
  • 2 Zitronen
  • 1 EL Salz
  • 4 Knoblauchzehen, gerieben
  • 1 EL Honig
  • 4 Zweige Thymian
  • 600 ml Olivenöl

Zubehör

  • Schüssel mit Deckel
  • 4 Gläser mit Schraubdeckel (ca. 400 ml)
  • kleiner Topf
  • Küchenthermometer

Zubereitung

  1. Säubert die Paprika, halbiert sie und entfernt das Gehäuse und den Stiel. Röstet sie im Airfryer bei 200 °C für ca. 15 Minuten. Lasst sie dann 10 Minuten unter einem Topf dämpfen, so löst sich die Haut einfacher, und entfernt sie danach von den Schoten.
  2. Die Marinade könnt ihr herstellen, während die Schoten im Airfryer rösten. Dafür gebt ihr die Zesten von 1 sowie den Saft von beiden Zitronen in eine Schüssel. Reibt 2 Knoblauchzehen dazu und verrührt alles mit dem Honig und Salz.
  3. Sobald ihr die Haut der Paprika entfernt habt, schneidet ihr die Schote in mundgerechte Stücke und legt sie in der Marinade ein. Lasst die Schoten über Nacht in der verschlossenen Schüssel ziehen.
  4. Schneidet nun die restlichen Knoblauchzehen in feine Scheiben und zieht die Blätter von den Thymianzweigen ab.
  5. Verteilt die Schoten, Knoblauchscheiben und Thymianblätter gleichmäßig auf saubere Gläser. Erhitzt das Öl auf 80 °C und füllt damit auf, sodass alles soeben bedeckt ist.

Nährwerte

Kalorien270kcalKohlenhydrate11gEiweiß2gFett24gBallaststoffe3gZucker10g

Tipps

Tipp. Damit die eingelegten Paprika länger als 1 bis 2 Monate haltbar bleiben, kocht die Gläser bei 90 °C für ca. 90 Minuten ein. Entweder im Kochtopf (Wasser 1 cm unter dem Deckelrand halten) oder im Ofen oder Dampfgarer. Lagert auch eingekochte Gläser im Kühlschrank.
Die Nährwerte sind Schätzwerte pro Portion. Das Olivenöl ist anteilig gerechnet (ca. ein Drittel), der Rest bleibt im Glas.

Habt ihr das Rezept ausprobiert?

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Häufige Fragen zu eingelegter Paprika

Kann ich eingelegte Paprika auch ohne Airfryer machen?

Ja. Röstet die halbierten Schoten mit der Haut nach oben im Backofen unter dem Grill bei 230 bis 250 °C, 15 bis 20 Minuten, bis die Haut Blasen wirft. Auf dem Grill geht es über direkter Hitze. Alles Weitere bleibt gleich.

Muss ich die Haut wirklich abziehen?

Für Antipasti ja. Die Haut wird beim Einlegen zäh und löst sich im Glas in Fetzen, das fühlt sich im Mund unangenehm an. Nach dem Rösten und 10 Minuten unter einem Deckel geht sie fast von allein ab. Kleine Reste dürft ihr ruhig dranlassen.

Wie lange halten eingelegte Paprika?

Im Kühlschrank, verschlossen und immer mit Öl bedeckt, etwa zwei Wochen. Ein geöffnetes Glas esst ihr innerhalb weniger Tage auf. Eingekocht bei 90 °C halten die Gläser 1 bis 2 Monate, aber auch dann lagert ihr sie im Kühlschrank. Bei Zimmertemperatur lagern wir Gemüse in Öl grundsätzlich nicht.

Warum ist das Olivenöl im Kühlschrank fest geworden?

Olivenöl wird bei Temperaturen unter etwa 10 °C trüb und fest. Das ist normal und kein Hinweis auf Verderb. Holt das Glas 20 bis 30 Minuten vor dem Essen aus dem Kühlschrank, dann ist das Öl wieder klar.

Kann ich das Rezept vegan machen?

Ja, ersetzt den Esslöffel Honig durch Agavendicksaft oder Ahornsirup. Alle anderen Zutaten sind ohnehin pflanzlich.

Welche Paprika eignen sich am besten?

Dickfleischige rote, gelbe oder orangefarbene Blockpaprika. Sie sind süß und behalten nach dem Rösten Biss. Grüne Paprika schmecken herber, dünne Spitzpaprika zerfallen schneller und brauchen weniger Zeit im Airfryer.

Jetzt seid ihr dran!

Habt ihr schon einmal Paprika selbst eingelegt, oder steht bei euch auch jemand am Tisch, der um jede Schote einen Bogen macht? Erzählt es uns in den Kommentaren und lasst uns wissen, wie euch die Antipasti geschmeckt haben. Eine Bewertung in der Rezeptkarte hilft uns und allen, die gerade nach einem Rezept suchen, enorm. Und wenn ihr eure Gläser fotografiert, markiert uns auf Instagram unter @diejungskochenundbacken. Wir freuen uns riesig über eure Bilder!

Viel Spaß beim Nachmachen und natürlich beim Genießen.

Eure Jungs


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Autor

Porträt von Torsten Wett, ein Teil von Die Jungs kochend backen.

Torsten

Brotbäcker, Rezepttüftler und Herz des Studios

Torsten ist der Ruhepol in der Küche, der alte Familienrezepte weiterträgt und ihnen eine moderne Note verleiht.  Er liebt gutes Essen, einen guten Whisky und das Gefühl, wenn Familie und Freunde gemeinsam am Tisch sitzen.


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