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Herbst ist Apfel- und Kürbiszeit: Apfelrezepte und Kürbisrezepte für die ganze Saison

Gemüsegerichte

Kürbispüree selber machen. Aus dem Ofen, schnell und zum Einfrieren

Kürbispüree selber machen aus Hokkaido. Im Ofen weich backen, fein pürieren und portionsweise einfrieren. Mit Tipps gegen wässriges Püree und Rezeptideen.

von Torsten aktualisiert am
Kürbispüree selber machen. Aus dem Ofen, schnell und zum Einfrieren
Gesamt
55 Min.
Vorbereitung
10 Min.
Kochen/Backen
45 Min.
Ergibt
6 Portionen à ca. 125 g
Pro Portion
120 kcal

Kürbispüree selber machen ist einfacher, als viele denken. Ihr schneidet einen Hokkaido in Stücke, backt ihn mit etwas Öl bei 200 °C etwa 40 bis 45 Minuten im Ofen und püriert ihn anschließend fein. Fertig ist ein cremiges, leuchtend oranges Püree für Kuchen, Muffins, Porridge, Pumpkin Spice Latte oder Cocktails. Und weil es sich so gut einfrieren lässt, habt ihr die ganze Saison über welches parat.

Bei uns kommt Kürbispüree jeden Herbst in so viele Rezepte, dass sich ein kleiner Vorrat richtig lohnt. Im Kürbis-Gugelhupf, in den Kürbis-Muffins aus dem Airfryer, im Pumpkin Spice Latte oder in meinem Pumpkin Gimlet … meistens braucht ein Rezept nur ein paar Esslöffel. Wer dafür jedes Mal einen ganzen Kürbis backen muss, verliert schnell die Lust. Deshalb machen wir es einmal richtig und frieren den Rest portionsweise ein!

Welcher Kürbis eignet sich für Kürbispüree?

Für Kürbispüree nehmen wir am liebsten Hokkaido. Sein Fruchtfleisch ist kräftig orange, schmeckt leicht nussig und enthält vergleichsweise wenig Wasser. Dadurch wird das Püree schön cremig und fest, statt suppig. Der größte Vorteil ist aber die Schale. Beim Hokkaido könnt ihr sie einfach mitbacken und mitpürieren, das Schälen entfällt komplett.

Butternut eignet sich ebenfalls gut. Er ist etwas milder und süßer, muss aber geschält werden. Muskatkürbis bringt viel Aroma mit, ist dafür deutlich wässriger. Das Püree solltet ihr dann vor dem Verwenden etwas abtropfen lassen. Zierkürbisse gehören übrigens gar nicht in die Küche, sie können giftige Bitterstoffe enthalten. Und die großen Schnitzkürbisse für Halloween schmecken meist eher fad und wässrig. Mehr über die einzelnen Sorten und viele Ideen für die Saison findet ihr in unseren Kürbisrezepten.

Warum im Ofen und nicht im Topf?

Natürlich könnt ihr Kürbis auch in etwas Wasser weich kochen. Wir backen ihn aber lieber im Ofen, und das hat einen einfachen Grund. Im Ofen verliert der Kürbis Feuchtigkeit, statt Wasser aufzunehmen. Das Aroma wird dadurch intensiver und das Püree fester. An den Kanten entstehen außerdem leichte Röstaromen, die man später im Kuchen oder im Latte tatsächlich schmeckt.

Gekochter Kürbis wird dagegen schnell wässrig. Für eine Suppe ist das kein Problem, im Kuchenteig aber schon. Dort sorgt zu viel Flüssigkeit dafür, dass der Kuchen klitschig wird. Wenn ihr trotzdem lieber kocht, nehmt nur wenig Wasser und lasst den Kürbis danach gut abtropfen.

Kürbispüree selber machen. So geht es Schritt für Schritt

Zuerst wascht ihr den Hokkaido und halbiert ihn mit einem großen, scharfen Messer. Kerne und Fasern kratzt ihr mit einem Löffel heraus. Nehmt dabei wirklich alle Fasern mit, denn die lassen sich später nicht glatt pürieren.

Dann schneidet ihr den Kürbis mit Schale in mundgerechte Stücke. Achtet darauf, dass alle ungefähr gleich groß sind, dann werden sie gleichzeitig weich. Gebt die Stücke in eine Auflaufform und vermengt sie mit etwas Pflanzenöl.

Jetzt kommt der Kürbis bei 200 °C für 40 bis 45 Minuten in den Ofen. Er ist fertig, wenn ihr mit einer Gabel ganz ohne Widerstand hineinstechen könnt. Lasst ihn danach ein paar Minuten abkühlen, dann spritzt es beim Pürieren nicht.

Zum Schluss püriert ihr den weichen Kürbis mit einem Pürierstab oder in einem Food Processor, bis ein ganz feines, cremiges Püree entsteht. Ein hoher Messbecher ist dafür ideal. Wer es besonders glatt mag, streicht das Püree zusätzlich durch ein Sieb.

Gebackener Hokkaido wird im Messbecher mit dem Pürierstab zu Kürbispüree püriert
Kürbispüree selber machen. Aus dem Ofen, schnell und zum Einfrieren 23

Was kann beim Kürbispüree schiefgehen?

Kürbispüree ist eines der einfachsten Grundrezepte überhaupt. Trotzdem gibt es ein paar Stolperfallen, die wir hier mit Ursache und Lösung für euch zusammengestellt haben.

Das Püree ist wässrig

Meistens liegt es an der Kürbissorte oder daran, dass der Kürbis gekocht statt gebacken wurde. Muskatkürbis und große Speisekürbisse enthalten deutlich mehr Wasser als Hokkaido. Gebt das Püree in ein feines Sieb oder ein sauberes Küchentuch und lasst es etwa eine Stunde abtropfen. Alternativ rührt ihr es in einem Topf bei mittlerer Hitze, bis das überschüssige Wasser verdampft ist.

Das Püree bleibt faserig oder stückig

Dann war der Kürbis noch nicht weich genug, oder es sind Fasern aus dem Inneren mitgebacken worden. Backt die Stücke lieber ein paar Minuten länger, bis die Gabel wirklich ohne Druck durchgeht. Für ein samtiges Ergebnis püriert ihr länger oder streicht das Püree durch ein Sieb. Ein Food Processor schafft größere Mengen meist gleichmäßiger als ein Pürierstab.

Die Stücke sind außen dunkel und innen noch hart

Die Stücke waren zu groß oder sehr unterschiedlich geschnitten. Schneidet den Kürbis in gleich große Stücke von etwa drei bis vier Zentimetern und verteilt sie in einer Lage in der Form. Werden sie zu dunkel, bevor sie weich sind, deckt ihr die Form mit Alufolie ab.

Im Püree sind dunkle Pünktchen

Das ist die mitpürierte Hokkaido-Schale und völlig in Ordnung. Geschmacklich merkt ihr davon nichts. Wenn ihr ein ganz einheitlich oranges Püree wollt, zum Beispiel für einen Cocktail, schält den Kürbis vor dem Backen oder streicht das Püree durch ein feines Sieb.

Das Püree schmeckt fad

Das passiert vor allem mit wasserreichen Sorten oder gekochtem Kürbis. Mit Hokkaido aus dem Ofen habt ihr deutlich mehr Aroma. Gewürzt wird das Püree übrigens erst im jeweiligen Rezept. So bleibt es für süße und herzhafte Gerichte gleichermaßen einsetzbar.

Kürbispüree aufbewahren und einfrieren

Im Kühlschrank hält sich frisches Kürbispüree in einem sauberen, gut verschlossenen Glas etwa drei bis vier Tage. Nehmt zum Entnehmen immer einen sauberen Löffel, dann bleibt es länger frisch.

Für einen Vorrat friert ihr das Püree am besten in kleinen Mengen ein. Wir füllen es dafür in Frischebeutel und drücken es flach. So taut es schnell auf und lässt sich sogar gefroren in Stücke brechen. Wer lieber noch kleinere Portionen mag, nimmt eine Eiswürfelform. Gefroren hält sich Kürbispüree mehrere Monate. Zum Auftauen legt ihr es über Nacht in den Kühlschrank. Hat sich dabei etwas Flüssigkeit abgesetzt, rührt ihr sie einfach wieder unter oder gießt sie ab.

Selbst gemacht oder aus der Dose?

Fertiges Kürbispüree gibt es im Glas oder in der Dose, oft aus amerikanischer Produktion. Das spart Zeit und funktioniert in den meisten Rezepten. Achtet beim Kauf aber genau auf das Etikett. Ihr braucht reines Kürbispüree ohne Zucker und ohne Gewürze. Produkte mit der Bezeichnung „Pumpkin Pie Filling“ sind bereits gesüßt und gewürzt und verändern das Ergebnis deutlich.

Selbst gemacht ist das Püree aromatischer, günstiger, und ihr wisst genau, was drin ist. Aus einem einzigen Hokkaido bekommt ihr gleich einen ganzen Vorrat.

Rezepte mit Kürbispüree

Und was macht ihr jetzt mit eurem Vorrat? Wir haben da ein paar Lieblinge. Sascha hat daraus seinen Kürbis-Gugelhupf mit Pumpkin Spice gebacken, und mein Pumpkin Gimlet bekommt durch zwei Teelöffel davon seine Farbe. Dazu kommen Kürbis-Muffins aus dem Airfryer, Porridge und natürlich der Pumpkin Spice Latte. Noch mehr Basics, die man einmal draufhaben sollte, findet ihr in unseren Grundrezepten.

Kürbis-Gugelhupf mit Pumpkin Spice

Saftiger Kürbis-Gugelhupf mit Pumpkin Spice, schnell im Mixer angerührt und mit dunkler Glasur und orangefarbenem Spinnennetz verziert. Perfekt für den Herbstkaffee und für eure Halloween-Party.
Hier zum Rezept
Kürbis-Gugelhupf mit Pumpkin Spice und Spinnennetz-Glasur auf einer Kuchenplatte

Kürbis-Muffins mit Pumpkin Spice Streuseln aus dem Airfryer

Saftige Kürbis-Muffins mit knusprigen Pumpkin Spice Streuseln, gebacken in der Heißluftfritteuse. Sechs Stück, perfekt für kleine Haushalte, gewürzt mit dem Pumpkin Spice Latte Gewürz von STAY SPICED !.
Hier zum Rezept
Gestapelte Kürbis-Muffins mit Streuseln, ein Muffin aufgebrochen, Puderzucker rieselt von oben

Pumpkin Spice Latte

Pumpkin Spice Latte selber machen in 5 Minuten. Mit Espresso, einem Löffel Kürbispüree und dem Pumpkin Spice Latte Gewürz von STAY SPICED ! wird daraus der Herbstklassiker für zuhause.
Hier zum Rezept
Pumpkin Spice Latte im Glas mit Sahnehaube und Pekannuss, bestäubt mit Pumpkin Spice Latte Gewürz

Pumpkin Spice Porridge mit karamellisierter Birne

Cremiges Pumpkin Spice Porridge mit Kürbispüree, Ahornsirup und dem Pumpkin Spice Latte Gewürz von STAY SPICED !, getoppt mit karamellisierter Birne, Joghurt und Pekannüssen. Ein warmes Herbstfrühstück in 15 Minuten.
Hier zum Rezept
Pumpkin Spice Porridge in roter Schale mit karamellisierten Birnenspalten, Pekannüssen und Ahornsirup vom Löffel

Pumpkin Gimlet

Herbstlicher Gin-Cocktail mit Kürbispüree, Apfelsaft, Ahornsirup und Lime Juice Cordial. In fünf Minuten geshakt und perfekt für Herbstabende und Halloween.
Hier zum Rezept
Pumpkin Gimlet mit getrockneter Apfelscheibe, Hokkaido-Kürbis und Apfelsaft

Schneller Blätterteig-Kürbis-Striezel

Rezept für ein flottes Blätterteig-Gebäck mit Mascarpone-Creme und Kürbis. Schmeckt nach Herbst und passt ganz wunderbar zum Kaffee.
Hier zum Rezept
Kuerbis Striezel 5 | Kürbispüree selber machen aus Hokkaido. Im Ofen weich backen, fein pürieren und portionsweise einfrieren. Mit Tipps gegen wässriges Püree und Rezeptideen.
Schale mit selbst gemachtem Kürbispüree in der Hand

Kürbispüree selber machen

120kcal
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Vorbereitung 10 Minuten
Zubereitung 45 Minuten
Gesamt 55 Minuten
Kürbispüree selber machen aus Hokkaido. Die Stücke mit etwas Öl im Ofen weich backen, fein pürieren und portionsweise einfrieren. Perfekt für Kuchen, Muffins, Porridge, Pumpkin Spice Latte und Cocktails.
Portionen 6 Portionen à ca. 125 g

Zutaten

  • 1 Hokkaido-Kürbis, ca. 1 kg
  • 1 EL neutrales Pflanzenöl

Zubehör

  • Auflaufform
  • Pürierstab oder Food Processor

Zubereitung

  1. Heizt den Backofen auf 200 °C vor.
  2. Wascht den Hokkaido, halbiert ihn und kratzt Kerne und Fasern mit einem Löffel heraus.
  3. Schneidet den Kürbis mit Schale in mundgerechte Stücke und vermengt sie in einer Auflaufform mit dem Pflanzenöl.
  4. Backt den Kürbis 40 bis 45 Minuten im Ofen, bis er schön weich ist.
  5. Püriert den weichen Kürbis mit einem Pürierstab oder in einem Food Processor zu einem feinen Püree.
  6. Lasst das Püree abkühlen. Füllt es in ein sauberes Glas oder friert es in kleinen Mengen in Frischebeuteln ein.

Nährwerte

Serving125gKalorien120kcalKohlenhydrate21gEiweiß2gFett2gBallaststoffe4gZucker9g

Tipps

Hokkaido müsst ihr nicht schälen, die Schale wird im Ofen weich und lässt sich mitpürieren. Butternut oder Muskatkürbis solltet ihr vorher schälen. Friert das Püree flach gedrückt in kleinen Portionen ein, dann taut es schnell auf und ihr könnt genau die Menge entnehmen, die ein Rezept braucht.

Habt ihr das Rezept ausprobiert?

Lasst uns wissen, wie es war!

Gebt dem Rezept eure Sterne. Ein Klick reicht, ein Kommentar ist freiwillig.

Häufige Fragen zum Kürbispüree

Muss ich den Hokkaido für Kürbispüree schälen?

Nein. Die Schale vom Hokkaido wird im Ofen weich und lässt sich problemlos mitpürieren. Butternut und Muskatkürbis solltet ihr dagegen schälen.

Wie viel Kürbispüree bekomme ich aus einem Hokkaido?

Aus einem Hokkaido von etwa einem Kilo bekommt ihr nach dem Entkernen und Backen gut 700 g Püree, je nach Größe und Backzeit. Das reicht für mehrere Rezepte.

Kann ich Kürbispüree auch im Topf kochen?

Ja. Gart die Kürbisstücke mit wenig Wasser zugedeckt weich und lasst sie danach gut abtropfen, bevor ihr sie püriert. Aus dem Ofen schmeckt das Püree aber aromatischer.

Wie lange hält Kürbispüree im Kühlschrank?

In einem sauberen, gut verschlossenen Glas etwa drei bis vier Tage. Für längere Zeit friert ihr es portionsweise ein.

Ist Kürbispüree vegan?

Ja. Unser Kürbispüree besteht nur aus Kürbis und etwas Pflanzenöl und ist damit vegan und glutenfrei.

Jetzt seid ihr dran!

Habt ihr euren Kürbisvorrat schon angelegt? Dann erzählt uns in den Kommentaren, was ihr aus eurem Kürbispüree zaubert, und gebt dem Rezept eure Sterne. Wenn ihr ein Foto auf Instagram postet, markiert uns mit @diejungskochenundbacken. Wir sind gespannt!

Eure Jungs


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Autor

Porträt von Torsten Wett, ein Teil von Die Jungs kochend backen.

Torsten

Brotbäcker, Rezepttüftler und Herz des Studios

Torsten ist der Ruhepol in der Küche, der alte Familienrezepte weiterträgt und ihnen eine moderne Note verleiht.  Er liebt gutes Essen, einen guten Whisky und das Gefühl, wenn Familie und Freunde gemeinsam am Tisch sitzen.


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