Kennt ihr das? Ihr habt Lust auf etwas Süßes, aber es soll kein Schokoriegel sein. Bei uns hilft dann ein Glas Apfelkompott. Natürlich gibt es das auch im Supermarkt, aber selbstgemachtes Apfelkompott ist etwas ganz anderes. Fruchtig, mit ein bisschen Zimt und genau so stückig, wie ihr es mögt. Und wenn die Äpfel dann noch vom eigenen Baum kommen, schmeckt es gleich doppelt gut.
Oma Lores Apfelkompott ist in 15 Minuten gekocht und braucht nur fünf Zutaten. Wir zeigen euch, welche Äpfel ihr dafür nehmt, wie ihr es stückig oder cremig hinbekommt und wie ihr es im Glas einkocht, damit ihr den Herbst das ganze Jahr über im Vorratsschrank habt.
Inhaltsverzeichnis
Äpfel aus Oma Lores Garten
Ich habe als Kind fast jeden Tag im Haus und im Garten von Oma Lore und Opa Günter verbracht. Beim Unkrautjäten war ich keine große Hilfe, ich hätte vermutlich auch alle Blumen ausgerissen. Beim Ernten dagegen schon. Äpfel, Zwetschgen, Beeren, Erbsen, Möhren oder Kartoffeln, alles, was man essen kann, konnte ich schon immer erkennen.
Zu Oma Lores Geburtstag Ende September sind wir früher immer mit der ganzen Familie essen gegangen, und danach gab es statt Dessert ihre weichen Waffeln, frisch aus ihrer Küche. Bei einem dieser Rundgänge durch den Garten hing der alte Apfelbaum so voll, dass mir sofort Omas Apfelkompott in den Kopf kam. Kaum hatte ich es ausgesprochen, hatte Sascha schon das Handy in der Hand und hat meinen Vater und mich beim Pflücken gefilmt. Mit dabei war Opa Günters Apfelpflücker, den er sich vor über 30 Jahren aus ein paar Schrubberstielen und einem Säckchen selbst gebaut hat. Damit kommt man bis in die Baumspitze. Welche Sorte der Baum trägt, wissen wir übrigens bis heute nicht. Habt ihr eine Idee?



Apfelkompott oder Apfelmus?
Oma Lore hat immer beides gemacht. Das Apfelmus ging durch die Flotte Lotte und war danach ganz fein. Als Kind habe ich es am liebsten zu Omas Reibekuchen gegessen. Heute mag ich Kompott aber viel lieber, und Sascha zum Glück auch. Im Kompott bleiben Apfelstücke übrig, die zwar schön weich sind, aber noch etwas Biss haben.
Unser Trick dafür: Schneidet die Äpfel in unterschiedlich große Stücke. Die kleinen zerfallen beim Kochen und machen das Kompott cremig, die großen bleiben stückig. Wie stückig es am Ende wird, hängt aber vor allem von der Apfelsorte ab.
Welche Äpfel eignen sich für Apfelkompott?
Die besten Apfelsorten
Für stückiges Kompott eignen sich Sorten, die beim Kochen ihre Form behalten:
- Elstar: süß-säuerlich und aromatisch, unser Allrounder
- Braeburn: fest, saftig und frisch, einer meiner liebsten Äpfel auch zum Snacken
- Jonagold: mild, saftig und süß-säuerlich
- Granny Smith: sehr säuerlich und knackig, für ein frisches Kompott
Für cremiges Kompott oder Apfelmus nehmt ihr Sorten, die schnell zerfallen:
- Boskop: kräftig säuerlich, die klassische Sorte für Mus, Kompott und Kuchen
- Cox Orange: würzig und fast parfümiert im Aroma
Unser Tipp: Mischt eine feste und eine weiche Sorte, zum Beispiel Elstar und Boskop. Dann habt ihr beides, Stücke und eine cremige Basis. Sehr süße Sorten wie Gala oder Golden Delicious sind eher mild und brauchen etwas mehr Zitrone.
Apfelkompott einkochen: So habt ihr den Herbst im Glas
Bei Oma Lore mussten im Herbst über Wochen alle Bäume abgeerntet werden, und damals waren es noch viel mehr als der eine, der heute noch steht. Das Kompott kochte in ihrem größten schwarzen Topf, ich weiß gar nicht mehr, wie viele Kilo Äpfel da hineingepasst haben. Danach wurde es heiß in Einmachgläser gefüllt und eingekocht. So stand immer ein Glas für ein Mittagsdessert oder einen Kuchen bereit.
So kocht ihr Apfelkompott ein
- Gläser und Deckel mindestens 10 Minuten in kochendem Wasser sterilisieren.
- Das Kompott kochend heiß bis etwa 1 cm unter den Rand einfüllen und sofort verschließen.
- Die Gläser in einen Einkochtopf oder einen großen Topf mit Wasser stellen und bei 90 °C etwa 30 Minuten einkochen. Oma Lore hat ihre sogar 1,5 Stunden eingekocht.
- Langsam abkühlen lassen und kühl und dunkel lagern. So hält sich das Kompott mindestens ein Jahr.
Für kleine Haushalte: Ihr müsst nicht gleich einkochen. Im Kühlschrank hält sich das Kompott drei bis vier Tage, und portionsweise eingefroren bis zu sechs Monate.
Zu Apfelkompott passen Milchreis, Grießbrei, Pfannkuchen und Reibekuchen. Und warm über einer Kugel Vanilleeis ist es sowieso unschlagbar. Ihr habt noch mehr Äpfel? In unseren Apfelrezepten findet ihr noch viele Ideen.
Und jetzt verratet mir: Kompott oder Mus, was ist euer Favorit? Schreibt es uns in die Kommentare!
Eure Jungs
Noch mehr Ideen mit Äpfeln
Es gibt so viel, das ihr mit Äpfeln anstellen könnt. Daher sind hier noch ein paar weitere Rezepte, die ihr mit dem tollen Herbstobst anstellen könnt:
- Apfel-Bruschetta | Bruschetta kann in so vielen anderen Formen auf den Tisch kommen. Warum nicht einmal mit einer Kombi aus Apfel und Salbei? Probier es gerne einmal aus.
- Apfel-Käsekuchen Muffins | Diesem tollen Rezept haben wir erst im letzten Jahr ein Facelift gegeben. Ein großartiges Rezept, das ihr für Partys, Geburtstage oder auch als kleinen süßen Snack backen könnt.
- Einfache Geflügelleberpastete mit Apfel | Wer von euch Pasteten oder Terrinen mag, der kommt an dieser einfachen Geflügelleberpastete nicht vorbei. Die solltet ihr ausprobieren. Vielleicht auch als Vorspeise für euer nächstes Fest.
- Gnocchi in Käsesauce mit Apfel-Speck-Crunch | Ein perfekter Teller für den Herbst. Eine super Kombination aus der sämigen Sauce und dem Apfel und Speck als Crunch oben drauf. Die Gnocchi könnt ihr natürlich auch kaufen und müsst sie nicht selber zubereiten, wenn es fix gehen soll.

Zubereitung
- Stellt euch einen ausreichend großen Topf mit Deckel bereit.
- Schält die Äpfel, entkernt sie und schneidet sie in Stücke. Macht ruhig größere und kleinere Stücke gemischt, dann hat das Kompott noch Biss und wird trotzdem schön cremig.
- Vermischt die Apfelstücke mit dem Zitronensaft und gebt Zucker, Zimt und Wasser dazu. Rührt alles gut durch.
- Bringt alles zum Kochen, legt den Deckel auf und lasst das Kompott bei reduzierter Temperatur 15 Minuten leicht köcheln.
- Rührt kräftig um und schmeckt zum Schluss mit Zucker, Zitrone oder Zimt ab. Ihr könnt das Kompott heiß, lauwarm oder gut gekühlt genießen.
- Sterilisiert Gläser und Deckel mindestens 10 Minuten in kochendem Wasser.
- Füllt das Kompott kochend heiß bis etwa 1 cm unter den Rand ein und verschließt die Gläser sofort.
- Stellt die Gläser in einen Einkochtopf oder großen Topf mit Wasser und kocht sie bei 90 °C etwa 30 Minuten ein. Langsam abkühlen lassen und kühl und dunkel lagern.
Nährwerte
Habt ihr das Rezept ausprobiert?
Lasst uns wissen, wie es war!👉 Gleich mehrfach lecker!
Dieses Rezept findest du auch in unseren Sammlungen Apfelrezepte und Oma Lores Rezepte. Dort warten viele weitere Ideen.
Häufige Fragen zu Apfelkompott
Wie lange ist Apfelkompott haltbar?
Frisch gekochtes Apfelkompott hält sich bei euch im Kühlschrank etwa drei bis vier Tage. Wenn ihr es in sterilisierte Gläser abfüllt und luftdicht verschließt, könnt ihr es mehrere Monate lagern.
Könnt ihr Apfelkompott einfrieren?
Ja, Apfelkompott lässt sich sehr gut einfrieren. Am besten portioniert ihr es in luftdichte Behälter oder Gefrierbeutel. So bleibt es bis zu sechs Monate haltbar.
Welche Apfelsorten eignen sich am besten für Apfelkompott?
Für stückiges Kompott eignen sich feste Sorten wie Elstar, Braeburn oder Jonagold. Boskop und Cox Orange zerfallen schneller und machen das Kompott cremig. Am besten mischt ihr eine feste und eine weiche Sorte.
Müsst ihr Zucker in Apfelkompott geben?
Nein, das hängt von eurem Geschmack und den verwendeten Äpfeln ab. Sehr süße Sorten kommen auch ohne zusätzlichen Zucker aus, bedenkt aber, dass Zucker auch die Haltbarkeit positiv beeinflusst. Ihr könnt nach dem Kochen abschmecken und nach Belieben süßen.
Wie verhindert ihr, dass Apfelkompott braun wird?
Ein Spritzer Zitronensaft im Topf sorgt dafür, dass eure Äpfel ihre helle Farbe behalten. Außerdem bringt er eine feine Frische ins Kompott.
Wie lange muss Apfelkompott kochen?
Etwa 15 Minuten mit Deckel bei kleiner Hitze. Für mehr Stücke kocht ihr es etwas kürzer, für ein cremiges Kompott ein paar Minuten länger.
Was ist der Unterschied zwischen Apfelkompott und Apfelmus?
Im Kompott bleiben Apfelstücke erhalten. Apfelmus wird dagegen fein püriert oder durch die Flotte Lotte gedreht.
Autor

Torsten
Brotbäcker, Rezepttüftler und Herz des StudiosTorsten ist der Ruhepol in der Küche, der alte Familienrezepte weiterträgt und ihnen eine moderne Note verleiht. Er liebt gutes Essen, einen guten Whisky und das Gefühl, wenn Familie und Freunde gemeinsam am Tisch sitzen.
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Dann schaut doch mal hier vorbei: Oma Lore – Die Kreativagentur
Noch mehr Süßes mit Apfel? Hier sind unsere 31 Apfelrezepte.






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