Manchmal überkommt einen einfach die Lust auf etwas Süßes. Für genau diese Momente gibt es bei uns Oma Lores Apfelpfannkuchen. Oma Lore hat den Teig nie abgemessen, sondern immer nach Gefühl gemacht, wie das bei Omas eben so ist. Damit ihr nicht im Dunkeln tappt, haben wir ihr „nach Gefühl“ in ein Rezept verwandelt, das ihr ganz leicht nachmachen könnt.
Für zwei große Apfelpfannkuchen braucht ihr zwei Eier, 300 ml Milch, 200 g Mehl, einen Esslöffel Zucker, eine Prise Salz, einen Esslöffel Öl und vier Äpfel in Spalten. Der Teig kommt in eine heiße Pfanne mit etwas Öl, die Apfelspalten darauf und noch etwas Teig darüber. Dann backt jeder Pfannkuchen mit geschlossenem Deckel etwa vier Minuten pro Seite. Zum Schluss kommt grober Zimtzucker darauf. In rund 20 Minuten steht alles auf dem Tisch.
Inhaltsverzeichnis

Apfelpfannkuchen wie bei Oma. Einfach nach Gefühl
Oma Lore hat ihren Pfannkuchenteig und natürlich auch den für Apfelpfannkuchen immer nach Gefühl gemacht. Ich war so oft dabei, dass ich als Kind den Teig selbst ganz schnell hinbekommen habe, ohne Rezept. Das ist bis heute so. Nur wenn mich jemand nach den Mengen fragt, muss ich passen. Deshalb haben Sascha und ich die Zubereitung einmal mitgefilmt und mitgeschrieben. So ist das Rezept entstanden, das ihr unten in der Karte findet.
Die Faustregel. Ein Ei pro Pfannkuchen
Oma Lore hat immer mit der Anzahl der Eier angefangen, und ich mache es genauso. Pro Apfelpfannkuchen rechne ich ein Ei, daraus ergeben sich die Mengen für Milch und Mehl. Für einen Pfannkuchen sind das also ein Ei, 150 ml Milch und 100 g Mehl, dazu zwei Äpfel. So könnt ihr das Rezept ganz einfach für eine Person halbieren oder für die ganze Familie vervielfachen. Zucker ist dabei nicht so wichtig, denn ein Pfannkuchenteig ist nie besonders süß. Die Süße bringen die Äpfel und der Zimtzucker obendrauf.
Ganz wichtig ist die Konsistenz. Der Teig sollte recht flüssig sein, eher wie dicke Sahne als wie ein Rührteig. Dann verteilt er sich gut in der Pfanne und umhüllt die Apfelspalten. Im Originalrezept kommt Pflanzenöl in den Teig. Wer möchte, nimmt geschmolzene Butter, Oma Lore war da einfach ein Sparfuchs.
Welche Äpfel für Apfelpfannkuchen?
Am besten passen säuerliche, aromatische Äpfel, die beim Braten nicht sofort zerfallen. Boskoop, Elstar oder Braeburn sind gute Kandidaten. Schneidet die Äpfel in dünne Spalten von etwa einem halben Zentimeter, dann werden sie in der kurzen Garzeit weich, behalten aber noch etwas Biss. Schälen müsst ihr sie nicht, das ist Geschmackssache.
Der Deckel-Trick und knackiger Zimtzucker
Gebt einen Schuss Öl in die Pfanne und erhitzt sie bei mittelhoher Temperatur. Lasst eine gute Kelle Teig hineinfließen, verteilt die Apfelspalten darauf und gebt noch etwas Teig darüber. Jetzt kommt der Deckel drauf. So stockt der Pfannkuchen auch von oben, und die Äpfel garen im eigenen Dampf mit. Nach etwa vier Minuten, wenn sich Bläschen bilden, wird gewendet. Dann backt er noch einmal vier Minuten mit Deckel.
Zum Schluss wendet ihr ihn ein letztes Mal und bestreut ihn mit Zimtzucker. Und zwar mit dem etwas gröberen. Oma Lore brauchte unbedingt das Knacken vom Zucker, wenn sie hineinbiss, und ich liebe das genauso. Ohne Zimt und Zucker geht es bei uns einfach nicht.


Sascha und sein süßer Zahn
Für die meisten von euch ist es kein Geheimnis. Sascha möchte nach dem Essen eigentlich immer etwas Süßes. Nicht mittags in der Pause, aber wenn wir essen gehen oder mit Freunden zusammensitzen, muss am Ende etwas auf den Tisch. Ich ersetze ein Dessert ja gern durch eine Käseplatte. Aber ein Apfelpfannkuchen geht bei uns beiden immer. Vor allem, wenn der Kühlschrank mal fast leer ist, und dann ist er oft eher eine ganze Mahlzeit als ein Dessert.
Was bei Apfelpfannkuchen schiefgehen kann
Der Pfannkuchen reißt beim Wenden. Er war noch nicht fest genug oder ist sehr groß. Wartet, bis die Oberseite kaum noch flüssig ist. Bei großen Pfannkuchen hilft ein Teller. Lasst den Pfannkuchen daraufgleiten, legt die Pfanne umgedreht darüber und stürzt beides.
Außen dunkel, innen roh. Die Hitze war zu hoch. Stellt auf mittlere Hitze und lasst den Deckel drauf, dann gart der Pfannkuchen gleichmäßig durch.
Der Teig klumpt. Das Mehl kam auf einmal in die Milch. Verrührt erst Eier, Mehl und einen Teil der Milch glatt und gebt dann den Rest dazu.
Die Äpfel bleiben hart. Die Spalten waren zu dick. Schneidet sie dünn, etwa einen halben Zentimeter.
Der Pfannkuchen klebt an. Die Pfanne war nicht heiß genug oder hatte zu wenig Fett. Erhitzt das Öl richtig, bevor der Teig hineinkommt, und nehmt am besten eine beschichtete Pfanne.
Noch mehr Pfannkuchen und Oma-Lore-Rezepte
Pfannkuchen und Crêpes kommen bei uns immer wieder auf den Tisch, wenn die Wohnung voll ist und Freunde oder Familie etwas Süßes wollen. Für Crêpes nehme ich geschmolzene Butter und einen Schuss Weinbrand. Alle Familienrezepte findet ihr auf unserer Seite Oma Lores Rezepte, unsere ganze Apfelküche auf der Seite Apfelrezepte.
Crêpes wie vom Weihnachtsmarkt

Klassischer Kaiserschmarrn

Käse-Pfannkuchen

Oma Lores Apfel Streuselkuchen


Zutaten
- 2 Eier
- 300 ml Milch
- 200 g Weizenmehl , Type 405
- 4 Äpfel , in Spalten geschnitten
- 1 EL Zucker
- 1 Prise Salz
- 1 EL Pflanzenöl, wer möchte, nimmt geschmolzene Butter. Oma Lore war ein Sparfuchs
- 1 Schuss Pflanzenöl , für die Pfanne
- Zimt-Zucker zum Bestreuen
Zubereitung
- Vermischt die Eier, die Milch, das Mehl, den Zucker, das Öl und das Salz in einer Schüssel gründlich miteinander. Und ja, wie im Video gesehen, die Konsistenz sollte recht flüssig sein!
- Gebt einen Schuss Pflanzenöl in die Pfanne und erhitzt diese bei mittelhoher Temperatur.
- Lasst eine gute Kelle vom Teig in die Pfanne fließen und verteilt die Apfelspalten darüber.
- Jetzt kommt noch ein wenig Teig darüber und dann backt ihr den Pfannkuchen für ca. 4 Minuten bei geschlossenem Deckel.
- Wenn die Bläschen kommen, wird es spannend. Zeit zum Wenden!
- Nach dem Wenden backt ihr den Pfannkuchen noch einmal für ca. 4 Minuten mit dem Deckel drauf. Wendet ihn erneut und bestreut ihn zum Schluss mit Zimt-Zucker. Weil ohne Zimt und Zucker geht nicht, oder?!
Nährwerte
Habt ihr das Rezept ausprobiert?
Lasst uns wissen, wie es war!Gebt dem Rezept eure Sterne. Ein Klick reicht, ein Kommentar ist freiwillig.
Häufige Fragen zu Apfelpfannkuchen
Wie viele Eier brauche ich pro Pfannkuchen?
Wir rechnen ein Ei pro Pfannkuchen, dazu 150 ml Milch und 100 g Mehl. So lässt sich das Rezept leicht anpassen.
Kann ich das Rezept für eine Person machen?
Ja. Nehmt die Hälfte, also ein Ei, 150 ml Milch, 100 g Mehl und zwei Äpfel.
Kann ich Dinkelmehl nehmen?
Ja, Dinkelmehl Type 630 klappt in der Regel super. Rührt den Teig nur kurz und gebt bei Bedarf einen Schluck mehr Milch dazu, damit er schön flüssig bleibt.
Warum mit Deckel backen?
Unter dem Deckel stockt der Pfannkuchen auch von oben, und die Äpfel garen schneller weich. So wird er saftig und gleichmäßig durch.
Butter oder Öl?
Oma Lore hat Öl genommen. Mit geschmolzener Butter im Teig schmeckt der Pfannkuchen etwas runder. Zum Braten ist Öl besser, weil Butter schneller verbrennt.
Jetzt seid ihr dran!
Habt ihr auch so ein Familienrezept, das nur nach Gefühl funktioniert? Schreibt es uns in die Kommentare, lasst uns gern eine Bewertung da und markiert uns auf Instagram mit @diejungskochenundbacken, wenn ihr Oma Lores Apfelpfannkuchen ausprobiert.
Eure Jungs
Kennt ihr schon unsere Agentur-Website?
Dann schaut doch mal hier vorbei: Oma Lore – Die Kreativagentur
Autor

Torsten
Brotbäcker, Rezepttüftler und Herz des StudiosTorsten ist der Ruhepol in der Küche, der alte Familienrezepte weiterträgt und ihnen eine moderne Note verleiht. Er liebt gutes Essen, einen guten Whisky und das Gefühl, wenn Familie und Freunde gemeinsam am Tisch sitzen.






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