Zimt und Zucker. Für mich gibt es kaum eine bessere Kombination! Ein Crêpe mit Zimtzucker gehört im Winter einfach dazu, und genau dieser Geschmack steckt in unseren Zimt-Zucker-Muffins. Sie entstehen aus einem schnellen Rührteig, kommen nach 15 bis 17 Minuten aus dem Ofen und werden noch warm erst in geschmolzene Butter und dann in Zimtzucker getaucht. Heraus kommen zwölf fluffige Muffins mit einer süßen, leicht knirschenden Kruste. Vom ersten Handgriff bis zum fertigen Muffin braucht ihr ungefähr 30 Minuten.
Torsten und ich backen sie längst nicht mehr nur im Advent. Zimt begleitet uns das ganze Jahr, und diese Muffins sind dafür der beste Beweis. Weiter unten findet ihr das Rezept, alle Tipps für eine Kruste, die wirklich hält, und die Stellen, an denen es beim Backen gern manchmal hakt.
Inhaltsverzeichnis
Was Zimt-Zucker-Muffins so besonders macht
Das Besondere sitzt obendrauf. Viele Zimtmuffins haben den Zimt nur im Teig. Unsere bekommen zusätzlich eine richtige Haube aus Butter und Zimtzucker. Der Teig selbst ist bewusst dezent gewürzt, mit nur einem halben Teelöffel Zimt. So bleibt er schön fluffig und mild, und die Kruste darf die Hauptrolle spielen. Wenn ihr hineinbeißt und dieses typische Knirschen zwischen den Zähnen spürt, wisst ihr sofort, was ich meine. Ich lieb’s! Und Oma Lore erst!




Auf die Idee mit der Zimtzucker-Haube hat mich übrigens ein Bild auf Instagram gebracht. Ich bin an saftigen Donuts mit einer wunderschönen Zimtzucker-Schicht hängen geblieben, und irgendwie gingen sie mir nicht mehr aus dem Kopf. Im Winter 2021 hatte ich dann eine richtige Backphase mit vielen spontanen Backaktionen. Muffins hatten wir ewig nicht mehr gemacht, obwohl sie so praktisch und unkompliziert sind. Plötzlich war das Donut-Bild wieder da, und ich dachte mir, ein Versuch ist es wert.
Der Versuch ist mehr als geglückt. Wir beide waren sofort schockverliebt in diese fluffigen Muffins, und ich habe sie mir direkt zu meinem Geburtstag gewünscht. Seitdem gehören sie zu den Rezepten, die wir immer dann backen, wenn es schnell gehen soll und trotzdem nach etwas Besonderem schmecken darf.
Zimt das ganze Jahr. Nicht nur zur Weihnachtszeit
Wer uns schon länger folgt, weiß, dass wir große Fans der orientalischen Küche sind. Dort ist Zimt ein ganz selbstverständliches Gewürz, auch in herzhaften Gerichten. Erst dadurch haben wir so richtig gemerkt, wie vielseitig Zimt als Aroma ist. Unser orientalischer Kürbis mit Quarkcreme ist so ein Beispiel. Auch Tomatensaucen profitieren enorm von einer Prise aus der Rinde des Zimtbaums, und wenn Apfel im Spiel ist, ist Zimt bei uns sowieso nicht weit. Zimt gehört übrigens zu den ältesten Gewürzen überhaupt.
Ein fester Bestandteil unseres Gewürzregals sind mittlerweile auch Zimtblüten. Sie sind perfekt, wenn ihr ein etwas feineres Zimtaroma möchtet. Für die Muffins nehmen wir ganz normalen gemahlenen Zimt. Wer oft und gern mit Zimt backt, greift am besten zu Ceylon-Zimt. Er schmeckt feiner und enthält deutlich weniger Cumarin als der günstigere Cassia-Zimt, der im Supermarkt am häufigsten im Regal steht. Bei der kleinen Menge in diesem Rezept fällt das kaum ins Gewicht, in der Plätzchenzeit mit vielen Zimtrezepten lohnt sich der Blick aufs Etikett aber.

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Die Zutaten für Zimt-Zucker-Muffins
Für zwölf Muffins braucht ihr nichts Ausgefallenes. In den Teig kommen Mehl, Zucker, Backpulver, Zimt, Salz, Vollmilch, Butter, ein Ei und etwas Vanilleextrakt. Für die Kruste braucht ihr noch einmal Butter, Zucker und Zimt. Die genauen Mengen stehen unten in der Rezeptkarte.
Im Rezept steht Weizenmehl Type 550. Es enthält etwas mehr Mineralstoffe und Klebereiweiß als Type 405 und gibt den Muffins eine schöne Struktur. Habt ihr nur 405er zu Hause, ist das überhaupt kein Problem. Für Rührteige funktioniert es genauso gut. Genau das haben wir auch schon einer Leserin geantwortet, die an einem Sonntag ganz spontan backen wollte.
Die Butter kommt geschmolzen in den Teig. Das spart das Schaumigschlagen und macht die Muffins schön saftig. Lasst sie nach dem Schmelzen kurz abkühlen, bevor ihr sie mit Milch und Ei verquirlt. Ist sie noch sehr heiß, kann das Ei stellenweise stocken. Für die Kruste darf die Butter dagegen ruhig warm und flüssig sein.
Beim Zimt halten wir uns im Teig bewusst zurück. Ein halber Teelöffel sorgt für eine feine Würze, die große Portion Zimt steckt in der Kruste. Mögt ihr es kräftiger, erhöht einfach die Menge im Teig. Eine Leserin nimmt sogar die dreifache Menge. Viele mögen Zimt aber lieber dezent, und genau dafür ist das Rezept gemacht.
So bekommen eure Muffins die perfekte Zimtzucker-Kruste
Der wichtigste Moment kommt nach dem Backen. Lasst die Muffins etwa 5 Minuten in der Form abkühlen und nehmt sie dann heraus. Jetzt sind sie noch warm, aber stabil genug zum Anfassen. Taucht jeden Muffin kopfüber in die geschmolzene Butter und wälzt ihn sofort in der Zimt-Zucker-Mischung. Auf der warmen, buttrigen Oberfläche bleibt der Zucker direkt haften und wird beim Abkühlen zu einer zarten Kruste.



Kurz nachdem das Rezept online war, hat uns Leserin Silvia geschrieben, dass ihr die Menge für die Kruste zu üppig war. Sie hat die Butter einfach mit einem Backpinsel aufgetragen und kam mit deutlich weniger Zimtzucker aus. Wir haben das direkt nachgebacken und die Mengen im Rezept daraufhin angepasst. So arbeiten wir an unseren Rezepten. Wir backen sie wieder und wieder, bis wir uns auf jede Menge verlassen können. Den Pinsel-Trick könnt ihr übrigens immer nutzen, wenn ihr eure Muffins in Papierförmchen backt.

Torsten mag die Muffins am liebsten ohne Papierförmchen, direkt aus dem gefetteten Muffinblech. Dann werden die Ränder komplett glatt, und die Muffins sehen einfach ein bisschen hübscher aus. Für den Kindergeburtstag oder die Schulklasse sind Förmchen natürlich praktischer. Geschmacklich macht es keinen Unterschied.
Häufige Fehler bei Zimt-Zucker-Muffins und wie ihr sie vermeidet
Das Rezept ist einfach. Trotzdem gibt es ein paar Stellen, an denen wir beim Backen ganz genau hinschauen.
Der Zimtzucker hält nicht. Meist sind die Muffins dann schon zu weit abgekühlt, oder die Butter ist wieder fest geworden. Dann findet der Zucker keinen Halt. Taucht die Muffins nach etwa 5 Minuten Ruhezeit, solange sie noch warm sind. Wird die Butter zwischendurch zu dick, stellt die Schüssel kurz zurück auf die warme Herdplatte.
Die Kruste wird nass und klebrig. Hier hängt meist zu viel Butter am Muffin, oder die Muffins wurden warm in eine Dose gepackt. Lasst überschüssige Butter kurz abtropfen oder tragt sie mit dem Pinsel auf. Verschließt die Dose erst, wenn die Muffins vollständig ausgekühlt sind.
Die Muffins werden zäh oder haben Löcher im Inneren. Das liegt fast immer an zu langem Rühren. Sobald Mehl und Flüssigkeit zusammenkommen, bildet sich Kleber, und der macht den Teig fest. Verrührt deshalb alles nur mit einem Rührlöffel, bis ein glatter Teig entstanden ist, und hört dann sofort auf. Ein Handrührgerät braucht ihr hier nicht.
Der Teig ist sehr flüssig. Das soll so sein! Durch die geschmolzene Butter und die Milch ist er deutlich flüssiger als ein klassischer Rührteig. Mit einem Eisportionierer verteilt ihr ihn sauber und gleichmäßig auf die Mulden. Ein festes Muffinblech ist dabei Pflicht, denn Papierförmchen allein halten diesen Teig nicht in Form.
Die Muffins kleben in der Form. Fettet die Mulden gründlich mit Öl oder Backtrennspray ein, auch bei einem beschichteten Blech. Und gönnt den Muffins die 5 Minuten Ruhe in der Form. Direkt aus dem Ofen sind sie noch zu weich und reißen beim Herauslösen leicht ein.
Die Muffins sind trocken. Dann waren sie zu lange im Ofen. Jeder Backofen heizt etwas anders, macht deshalb nach 15 Minuten die Stäbchenprobe. Bleibt kein feuchter Teig mehr am Holzstäbchen hängen, sind sie fertig. Backt ihr mit Umluft, stellt den Ofen auf etwa 170 °C und schaut noch etwas früher nach.
Die Muffins gehen nicht richtig auf. Prüft das Haltbarkeitsdatum eures Backpulvers und schiebt das Blech erst in den vollständig vorgeheizten Ofen. Verteilt den Teig außerdem gleichmäßig auf alle zwölf Mulden, damit jeder Muffin gleich viel Platz zum Aufgehen hat.
Varianten. Mit Apfel, als Mini-Muffins oder noch zimtiger
Eigentlich sind die Zimt-Zucker-Muffins ein wunderbares Basisrezept. Leserin Karin hat zum Beispiel einen klein geschnittenen Apfel unter den Teig gehoben. Apfel und Zimt, was passt besser zusammen?! Schneidet den Apfel dafür in kleine Würfel, damit die Muffins gleichmäßig durchbacken.
Für den Kindergeburtstag oder ein Kuchenbuffet lohnen sich Mini-Muffins. Der Teig reicht dann für deutlich mehr Stück, und die Backzeit verkürzt sich. Macht hier schon nach etwa 10 Minuten die Stäbchenprobe.
Für eine leicht karamellige Kruste könnt ihr einen Teil des weißen Zuckers durch braunen Zucker ersetzen. Und wer es weihnachtlich mag, mischt eine Prise Kardamom unter den Zimtzucker. Unsere liebe Leserin Kerry hat die Muffins übrigens direkt auf ihre Adventsbackliste gesetzt. Das können wir gut verstehen.
Aufbewahren, vorbereiten und einfrieren
Am besten schmecken die Muffins am Tag, an dem ihr sie backt. Dann ist die Kruste noch zart knusprig. In einer gut schließenden Dose halten sie sich zwei bis drei Tage. Die Kruste wird mit der Zeit allerdings weicher, weil der Zucker Feuchtigkeit aus dem Muffin zieht.
Wollt ihr vorbacken, friert die Muffins am besten ohne Kruste ein. Nach dem Auftauen wärmt ihr sie ein paar Minuten im Ofen auf, taucht sie in frisch geschmolzene Butter und wälzt sie im Zimtzucker. Dann schmecken sie fast wie frisch gebacken.


Noch mehr Zimt und Muffins aus unserer Küche
Ihr habt jetzt so richtig Lust auf Zimt? Dann haben wir noch einiges für euch. Unsere Cinnamon Rolls und die dänischen Zimtschnecken sind echte Klassiker fürs Wochenende, die Apfelschnecken mit Mandeln duften durchs ganze Haus, und Mamas Zimtwaffeln gehören bei uns fest in die Weihnachtsbäckerei. Noch mehr Muffins findet ihr in unserer Sammlung Cupcakes und Muffins. Und was im Herbst sonst noch auf unseren Tisch kommt, haben wir in den Rezepten im Oktober zusammengestellt.
Cinnamon Rolls
Hier zum Rezept
Dänische Zimtschnecken (Kanelsnegle)

Luftige Apfelschnecken ohne Rosinen

Zarte Zimtwaffeln

Apfel-Käsekuchen Muffins
Hier zum Rezept
Pflaumenmuffins mit Mandeln und Mohn

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Für die Zimt-Zucker-Muffins braucht ihr ein gutes Muffinblech.
- Inhalt: 1x 12er Muffins Backform / Cupcake Form (38 x 27 x 3,5 cm, Blech für 12 Muffins, Muffingröße Ø 7 cm – Standardmuffingröße) – Artikelnummer: 2300646206
- Material: Stahl antihaftbeschichtet – backofenfest, hitzebeständig bis 230°C. Made in Germany
- Hervorragende Herauslösbarkeit, leichte Reinigung durch die sehr gute Antihaftbeschichtung: die Form muss nicht eigefettet werden. Der Teig kann direkt in die Backform gefüllt werden – er klebt nicht fest
- Gleichmäßige Bräunung durch optimale Wärmeleitung des Stahls und ideale Formgestaltung – alle Muffins bekommen eine gleichmäßige Form. Vielseitige Einsetzbarkeit für Süßes und Herzhaftes
- Herstellergarantie: 3 Jahre auf die Antihaftbeschichtung. Die Garantiebedingungen finden Sie unter „Weitere technische Informationen“

Zutaten
- 285 g Mehl, Type 550
- 150 g Zucker
- 1½ TL Backpulver
- ½ TL Zimt
- ½ TL Salz
- 240 ml Vollmilch
- 125 g Butter, geschmolzen
- 1 Ei, L
- 1 TL Vanilleextrakt
- 50 g Butter, geschmolzen
- 50 g Zucker
- 1 TL Zimt
Zubehör
- Eisportionierer
- Schneebesen
- Rührlöffel
Zubereitung
- Heizt euren Backofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze vor. Fettet die Mulden eines Muffinblechs mit etwas Öl oder Backtrennspray.
- Gebt alle trockenen Zutaten in eine Schüssel und vermischt diese mit einem Schneebesen.
- In einer weiteren Schüssel verquirlt ihr die Milch, die geschmolzene Butter, das Ei und den Vanilleextrakt. Dann schüttet das Ganze zu den trockenen Zutaten und verrührt alles mit einem Rührlöffel, bis ein homogener Teig entstanden ist.
- Verteilt den Teig nun mit einem Eisportionierer auf die Mulden im Muffinblech und backt sie für ca. 15 bis 17 Minuten. Lasst sie dann noch ungefähr 5 Minuten in der Form abkühlen, bis ihr sie rausnehmt.
- Jetzt schmelzt die Butter in einer kleinen Schüssel, und in einer zweiten Schüssel vermischt ihr den Zucker mit dem Zimt. Taucht nun die Muffins kopfüber in die geschmolzene Butter und wendet sie dann in der Zimt-Zucker-Mischung, damit diese direkt haften bleibt. Fertig!
Tipps
Habt ihr das Rezept ausprobiert?
Lasst uns wissen, wie es war!Gebt dem Rezept eure Sterne. Ein Klick reicht, ein Kommentar ist freiwillig.
Eure Fragen zu Zimt-Zucker-Muffins
Kann ich Weizenmehl Type 405 statt 550 nehmen?
Ja. Für Rührteige wie diesen funktioniert Type 405 genauso gut. Nehmt einfach dieselbe Menge.
Brauche ich Papierförmchen?
Nein. Fettet die Mulden gut ein, dann lösen sich die Muffins nach 5 Minuten Ruhezeit problemlos. Mit Förmchen klappt es natürlich auch. Dann taucht ihr nur die Oberseite in Butter und Zimtzucker oder tragt die Butter mit dem Pinsel auf.
Kann ich die Muffins mit Umluft backen?
Ja. Stellt den Ofen auf etwa 170 °C Umluft und macht nach 13 bis 15 Minuten die Stäbchenprobe.
Was ist der Unterschied zwischen Zimtmuffins und Zimt-Zucker-Muffins?
Bei klassischen Zimtmuffins steckt der Zimt vor allem im Teig. Zimt-Zucker-Muffins werden nach dem Backen zusätzlich in Butter getaucht und in Zimtzucker gewälzt. So entsteht die typische süße Kruste, die an Zimtzucker-Donuts erinnert.
Kann ich die Muffins am Vortag backen?
Ja. Backt sie am Vortag und bewahrt sie ohne Kruste in einer Dose auf. Kurz vor dem Servieren wärmt ihr sie ein paar Minuten im Ofen auf und taucht sie dann in Butter und Zimtzucker.
Kann ich mehr Zimt in den Teig geben?
Klar. Der halbe Teelöffel im Teig ist bewusst dezent. Wer Zimt liebt, kann die Menge ohne Weiteres verdoppeln oder sogar verdreifachen.
Jetzt seid ihr dran!
Habt ihr unsere Zimt-Zucker-Muffins nachgebacken? Dann schreibt uns unbedingt einen Kommentar und lasst eine Sternebewertung da. Wir freuen uns über jede Rückmeldung, schließlich hat ein Leserinnen-Tipp dieses Rezept schon einmal besser gemacht! Und wenn ihr ein Foto auf Instagram teilt, markiert uns mit @diejungskochenundbacken. Wir sind gespannt, ob ihr Team Papierförmchen oder Team glatter Rand seid.
Eure Jungs
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Dann schaut doch mal hier vorbei: Oma Lore – Die Kreativagentur
Autor

Sascha
Fotograf, Zocker & Süßigkeiten-FanSascha sorgt für Bilder, Videos und eine gute Portion Kreativität auf dem Blog. Wenn er nicht fotografiert, findet man ihn beim Zocken oder beim Sport, um sich seine Liebe zu Süßem zu verdienen.
Letzte Aktualisierung am 10.09.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API






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