Porridge mit Apfel und Zimt ist bei uns seit Jahren das Frühstück, das einfach immer geht. Haferflocken, Mandelmilch, ein gewürfelter Apfel, Zimt und ein Löffel Ahornsirup. Alles kommt zusammen in einen Topf, und nach rund 20 Minuten steht ein cremiger, warmer Haferbrei auf dem Tisch, der nach Apfelstrudel duftet. Ganz ohne Milchprodukte übrigens, das Rezept ist also auch vegan.
Wir beide sind absolute Frühstücksmenschen. Vor allem am Wochenende, denn dann muss morgens etwas Leckeres auf den Tisch. Unter der Woche darf es aber nicht aufwendig sein. Genau dafür ist dieses Porridge perfekt. Und wenn es mal richtig schnell gehen muss, hat Torsten einen Trick, wie ihr es schon am Vorabend vorbereitet. Den verraten wir euch weiter unten, zusammen mit unseren Tipps, damit euer Porridge cremig wird und nicht zäh oder wässrig.
Inhaltsverzeichnis
Unser Frühstück nach dem Sport
Torsten und ich gehören zu den Menschen, die am liebsten morgens Sport machen. Danach brauche ich auch immer mal etwas Warmes, das satt macht, aber nicht schwer im Magen liegt. Ein Schälchen Porridge mit Apfel und Zimt ist dafür ideal. Die Haferflocken sättigen lange, der Apfel bringt Frische, und der Zimt sorgt dafür, dass es sich ein bisschen nach Nachtisch anfühlt.
Als Foodblogger probieren wir uns ja beruflich durch Kuchen, Pasta und Co. Da tut ein leichtes Frühstück einfach gut, und wir versuchen immer, eine gute Balance zu finden. Dazu kommt, dass die Lust auf etwas Süßes eher mein Problem ist als das von Torsten. Mit diesem Porridge bekomme ich sie ziemlich gut in den Griff, genau wie mit unseren Frühstücksriegeln mit Apfel und Nüssen, die ich mindestens genauso liebe.


Die Zutaten. Wenig drin, viel Geschmack
Für zwei Portionen braucht ihr nur sieben Zutaten, und die meisten habt ihr wahrscheinlich ohnehin im Schrank. Die Basis sind Haferflocken. Zarte Haferflocken werden schnell weich und machen das Porridge besonders cremig. Kernige Haferflocken funktionieren genauso, sie brauchen aber ein paar Minuten länger und behalten mehr Biss. Wir sind uns bei Porridge nicht ganz einig. Ich mag lieber die blütenzarten und Torsten ist Fan von kernigen Flocken.
Gekocht wird in einer Mischung aus Wasser und ungesüßter Mandelmilch. Das Wasser hält das Porridge leicht, die Mandelmilch gibt ein feines, nussiges Aroma, ohne dass es süß wird. Wenn ihr lieber Kuhmilch, Haferdrink oder Sojadrink nehmt, könnt ihr die Mandelmilch einfach eins zu eins austauschen.
Gesüßt wird mit Ahornsirup. Startet mit einem Esslöffel und probiert am Ende, ob ihr noch einen zweiten wollt. Der Apfel bringt nämlich selbst schon einiges an Süße mit. Für das gewisse Etwas sorgt ein Teelöffel Vanilleextrakt. Wir nehmen dafür gerne die australische Vanille-Extrakt-Paste mit Stippen von Stay Spiced!, die man im Porridge richtig sieht und schmeckt.
Und dann natürlich der Zimt. Zu Apfel passt dieses Gewürz einfach perfekt, deshalb kommt bei uns ein ganzer Teelöffel hinein. Wer es milder mag, startet mit der Hälfte und würzt am Ende nach.

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Welcher Apfel passt ins Porridge?
Hier entscheidet ihr, ob ihr später kleine, fruchtige Stückchen im Porridge habt oder eher ein weiches, fast musiges Apfelaroma. Feste Sorten wie Elstar, Braeburn oder Jonagold bleiben beim Kochen stückig und behalten etwas Biss. Mürbe, säuerliche Sorten wie Boskoop zerfallen dagegen schnell und verteilen sich als feines Mus im Haferbrei. Beides schmeckt, es ist einfach Geschmackssache.
Die Schale könnt ihr ruhig dranlassen, gerade bei Bio-Äpfeln. Wichtig ist nur die Größe. Schneidet den Apfel in kleine Würfel von etwa einem Zentimeter, dann werden sie in der kurzen Kochzeit schön weich.
Wir verwenden immer den Apfel, den wir gerade zu Hause haben. Aber er muss genügend Geschmack haben. Gerne süß-säuerliche Sorten. Beim Braeburn sind wir beide mit dabei.
So kocht ihr Porridge mit Apfel und Zimt
Die Zubereitung ist wirklich simpel. Alle Zutaten kommen zusammen in einen Topf und werden unter Rühren aufgekocht. Danach heißt es dranbleiben und weiterrühren. Das Porridge ist fertig, wenn es so dick geworden ist, dass ihr beim Rühren kurz den Topfboden seht. Dieser kleine Test ist zuverlässiger als jede Minutenangabe, weil jede Haferflockensorte etwas anders quillt.
Einen Punkt solltet ihr euch merken. Porridge dickt beim Abkühlen noch deutlich nach. Nehmt den Topf also lieber einen Moment zu früh als zu spät vom Herd. Ob ihr es dann warm löffelt oder abgekühlt, ist ganz euch überlassen. Wir mögen beides.


Porridge am Vorabend vorbereiten. Torstens Trick fürs Büro
Die häufigste Frage zu diesem Rezept kam von unserer lieben Leserin Susanne. Sie hat morgens keine Zeit zum Kochen und wollte wissen, ob man das Porridge auch am Vorabend vorbereiten kann. Die Antwort ist ein klares Ja, und Torsten hat das lange Zeit genau so gemacht.
Als er noch täglich ins Büro gefahren ist, hat er das Porridge abends gekocht, auf zwei Marmeladengläser verteilt und auskühlen lassen. Deckel drauf, ab in den Kühlschrank und morgens in die Tasche. Im Büro wurde es dann kurz in der Mikrowelle aufgewärmt. Frisch aus dem Topf schmeckt es natürlich am allerbesten, aber aufgewärmt kommt es schon sehr nah dran. Und Torsten isst es ehrlich gesagt auch richtig gerne kalt.
Beim Aufwärmen gibt es nur eine Sache zu beachten. Weil die Haferflocken über Nacht weiter quellen, wird das Porridge im Kühlschrank recht fest. Rührt einfach einen Schuss Mandelmilch oder Wasser unter, bevor ihr es erwärmt, dann wird es wieder schön cremig. Gut verschlossen hält sich das Porridge im Kühlschrank zwei bis drei Tage. Ihr könnt also auch gleich eine größere Menge für mehrere Morgen kochen.
Was kann beim Porridge schiefgehen?
Porridge ist eines der einfachsten Frühstücke überhaupt. Trotzdem gibt es ein paar Stolperfallen, die aus einem cremigen Haferbrei schnell eine zähe oder wässrige Angelegenheit machen. Hier sind die typischen Probleme, ihre häufigste Ursache und wie ihr sie vermeidet.
Das Porridge bleibt flüssig und wird nicht dick
Meist war die Kochzeit zu kurz, oder ihr habt kernige Haferflocken erwischt, die länger brauchen, bis sie ihre Stärke abgeben. Lasst das Porridge bei mittlerer Hitze unter Rühren weiterköcheln, bis ihr den Topfboden seht, und denkt daran, dass es beim Abkühlen noch nachdickt. Ist es euch danach immer noch zu dünn, nehmt beim nächsten Mal etwas mehr Haferflocken.
Das Porridge ist zäh und klebrig
Das passiert, wenn es zu lange kocht oder nach dem Kochen noch auf der heißen Platte steht. Die Haferflocken ziehen dann die ganze Flüssigkeit und werden pappig. Nehmt den Topf rechtzeitig vom Herd und lockert das Porridge mit einem Schuss Flüssigkeit wieder auf.
Am Topfboden setzt etwas an
Haferflocken und Pflanzendrink brennen schnell an, wenn die Hitze zu hoch ist und zu selten gerührt wird. Kocht das Porridge deshalb bei mittlerer Hitze, rührt regelmäßig bis zum Boden durch und nehmt einen Topf mit dickem Boden oder einen beschichteten Topf. Ist doch etwas angesetzt, kratzt den Boden nicht ab, sondern füllt nur den oberen Teil um. Sonst schmeckt das ganze Porridge angebrannt.
Der Zimt bildet Klümpchen
Gemahlener Zimt schwimmt gerne oben und verklumpt, wenn er direkt in die Flüssigkeit fällt. Vermischt ihn deshalb zuerst mit den trockenen Haferflocken und gebt erst dann Wasser und Mandelmilch dazu. So verteilt er sich gleichmäßig im ganzen Topf.
Die Apfelstücke sind zerfallen oder noch hart
Das hängt vor allem von Sorte und Größe ab. Mürbe Äpfel wie Boskoop zerfallen schnell, feste Sorten bleiben stückig. Große Würfel sind nach der kurzen Kochzeit dagegen oft noch roh. Schneidet den Apfel deshalb klein und wählt die Sorte nach dem Ergebnis, das ihr euch wünscht.
Das Porridge kocht in der Mikrowelle über
Beim Aufwärmen oder Kochen in der Mikrowelle schäumt Porridge schnell hoch. Nehmt eine große Schüssel, die höchstens zur Hälfte gefüllt ist, und erhitzt in kurzen Intervallen von 30 bis 60 Sekunden. Zwischendurch einmal umrühren, dann bleibt die Mikrowelle sauber und das Porridge wird gleichmäßig warm.
Toppings und Varianten. So wird euer Porridge nie langweilig
Das Schöne an Porridge ist, dass ihr es in Dutzenden Varianten zubereiten könnt. Genau deshalb mögen wir es so. Unsere Lieblingsvariante kennt ihr schon aus der Rezeptkarte. An Rosinen scheiden sich ja die Geister, aber wir geben gerne ein bis zwei Esslöffel mit in den Topf. Dann schmeckt das Ganze fast wie die Füllung von einem Apfelstrudel.
Als Topping passen ein paar gehackte Mandeln oder Walnüsse, die ihr kurz ohne Fett in der Pfanne röstet. Auch ein Klecks Joghurt oder ein Löffel von Oma Lores Apfelkompott mit Zimt machen sich richtig gut. Für die vegane Variante nehmt ihr einfach Pflanzenjoghurt. Und wer es noch herbstlicher mag, findet in unseren Pumpkin Spice Rezepten ein cremiges Porridge mit karamellisierter Birne.
Wenn ihr gerade mehr Äpfel als Ideen habt, schaut unbedingt in unsere große Sammlung mit Apfelrezepten. Dort findet ihr über dreißig Rezepte, vom versunkenen Apfelkuchen bis zum Kompott.

Noch mehr Frühstück mit Haferflocken
Haferflocken sind bei uns morgens Dauergast. Sie liefern viele Ballaststoffe und halten lange satt. Falls ihr nach diesem Porridge noch mehr Ideen sucht, hier sind unsere Lieblinge. Alle Rezepte mit besonders vielen Ballaststoffen haben wir übrigens in unserer Sammlung ballaststoffreicher Rezepte zusammengestellt.
Bircher Müsli
Hier zum Rezept
Pumpkin Spice Porridge mit karamellisierter Birne

Frühstücksriegel
Hier zum Rezept
Haferriegel mit Kirschen


Zutaten
- 4 EL Haferflocken
- 150 ml Wasser
- 150 ml Mandelmilch, ungesüßt
- 1-2 EL Ahornsirup
- 1 TL Vanilleextrakt
- 1 TL Zimt
- 1 Apfel, gewürfelt
Zubereitung
- Gebt alle Zutaten in einen Topf und kocht alles unter ständigem Rühren auf.
- Rührt nun fleißig weiter, bis das Porridge so dick geworden ist, dass ihr beim Rühren den Topfboden sehen könnt. Das war’s schon. Füllt das Porridge in eine Schüssel und genießt es warm oder kalt.
Tipps
Habt ihr das Rezept ausprobiert?
Lasst uns wissen, wie es war!Häufige Fragen zu Porridge mit Apfel und Zimt
Kann ich das Porridge am Vorabend vorbereiten?
Ja, absolut. Kocht es abends, füllt es in Gläser mit Schraubverschluss und stellt es abgekühlt in den Kühlschrank. Morgens rührt ihr einen Schuss Flüssigkeit unter und wärmt es kurz in der Mikrowelle oder im Topf auf. Kalt schmeckt es übrigens auch richtig gut.
Welche Haferflocken eignen sich am besten für Porridge?
Zarte Haferflocken werden schnell weich und machen das Porridge besonders cremig. Kernige Haferflocken brauchen ein paar Minuten länger und behalten mehr Biss. Instant-Haferflocken gehen am schnellsten, werden aber auch am ehesten breiig.
Kann ich statt Mandelmilch auch normale Milch nehmen?
Ja. Ihr könnt die Mandelmilch eins zu eins durch Kuhmilch, Haferdrink oder Sojadrink ersetzen. Mit Vollmilch wird das Porridge etwas reichhaltiger, nur mit Wasser etwas leichter.
Ist das Porridge vegan und glutenfrei?
Mit Mandelmilch und Ahornsirup ist das Rezept komplett vegan. Hafer enthält von Natur aus kein Gluten, wird aber oft zusammen mit Weizen verarbeitet. Wenn ihr glutenfrei essen müsst, greift zu Haferflocken, die ausdrücklich als glutenfrei gekennzeichnet sind.
Wie lange hält sich Porridge im Kühlschrank?
Gut verschlossen hält sich das gekochte Porridge zwei bis drei Tage im Kühlschrank. Rührt vor dem Aufwärmen einen Schuss Flüssigkeit unter, denn es dickt beim Stehen deutlich nach.
Was ist der Unterschied zwischen Porridge und Overnight Oats?
Porridge wird gekocht und meist warm gegessen. Overnight Oats werden nicht gekocht, sondern über Nacht kalt in Milch oder Joghurt eingeweicht. Unser Bircher Müsli funktioniert nach einem ähnlichen Prinzip.
Jetzt seid ihr dran!
Habt ihr unser Porridge mit Apfel und Zimt ausprobiert? Dann lasst uns unbedingt eine Bewertung und einen Kommentar da. Wir freuen uns riesig über euer Feedback und sind gespannt, welche Toppings bei euch im Schälchen landen. Und wenn ihr ein Foto macht, markiert uns auf Instagram mit @diejungskochenundbacken, dann schauen wir direkt vorbei.
Eure Jungs
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Dann schaut doch mal hier vorbei: Oma Lore – Die Kreativagentur
Autor

Sascha
Fotograf, Zocker & Süßigkeiten-FanSascha sorgt für Bilder, Videos und eine gute Portion Kreativität auf dem Blog. Wenn er nicht fotografiert, findet man ihn beim Zocken oder beim Sport, um sich seine Liebe zu Süßem zu verdienen.






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