Manche Dinge nimmt man sich ewig vor, und irgendwie wird es einfach nix. Damit ist jetzt Schluss! Schon seit einer Ewigkeit wollen wir einen Gugelhupf mit so einer perfekten Schokoglasur zaubern. Jedes Mal, wenn jemand solch ein Schmuckstück gezaubert hat, kam wieder der Gedanke. Als mir dann wieder eine Silikonform in die Hände gefallen ist, war für mich klar, jetzt ist es so weit. Also haben wir diesen super leckeren, super saftigen und super schokoladigen Zimt-Marmorkuchen gebacken.
Was ihn ausmacht? Der Teig ist ein ganz klassischer Rührteig. Die dunkle Hälfte bekommt aber nicht viel Kakao, sondern ordentlich Zimt und etwas Spekulatiusgewürz. Gebacken wird in einer Gugelhupfform aus Silikon, und genau die sorgt am Ende für die glatte, glänzende Schokoglasur, die jede Rille der Form abbildet. Der Kuchen selbst ist bewusst saftig und ein bisschen fudgy, fast wie ein Brownie.
Inhaltsverzeichnis
Silikonform, das ist so eine Sache, oder?
Wir haben zum Glück einen tollen Fundus an Backformen unserer Omas und Co. Aber auch wenn wir uns etwas Neues anschaffen, tendieren wir zu den guten alten Metallformen. Vor einigen Jahren und mit der Bloggerei kamen wir natürlich auch an Silikonformen nicht vorbei. Die sind mittlerweile überall zu finden, ABER so richtig kamen wir damit bisher nicht zurecht.
Sie sind logischerweise immer etwas wabbelig und lassen sich schlecht von A nach B transportieren. Irgendwie hat sich uns der große Vorteil nie so recht erschlossen. Daher wohl auch die Tatsache, dass wir kaum Silikonformen nutzen.
Aber für unser heutiges Vorhaben ist diese Silikonform {*Affiliate} nun mal genau die richtige. Eine Schokoglasur in Perfektion soll es werden. Jede Zacke, jedes Detail, und ganz gleichmäßig soll sich die Schokolade über den Kuchen legen! Wie das funktioniert? Das verraten wir euch gleich.
Nutzt ihr Silikonformen? Wenn ja, was hat euch überzeugt?
Lasst es uns in den Kommentaren wissen.


Zimt geht bei uns immer. Darum ein Marmorkuchen mit Zimt
Wenn wir eine Lieblingszutat benennen müssten, wäre Zimt auf jeden Fall ein heißer Kandidat! Beim Backen geht Zimt so ziemlich immer, und auch beim Kochen bringt er immer wieder ein super spannendes Aroma in die Gerichte.
Bei unserem letzten Grübeln über einen unkomplizierten und leckeren Gugelhupf kam mir ein Zimt-Marmorkuchen in den Sinn, und der Gedanke ging auch nicht mehr so flott weg! Also wurde sofort ausprobiert. Wir haben ganz klassisch einen Marmorkuchen gebacken, aber als es ums Trennen der Teige ging, kam in eine Hälfte eben nicht viel Schoko, sondern ganz viel Zimt.
Ganz ohne Kakao geht es trotzdem nicht. Ein Teelöffel davon gibt dem Zimtteig die etwas dunklere Farbe, damit sich die Marmorierung schön vom hellen Teig abhebt. Das Spekulatiusgewürz bringt dann noch Nelke, Kardamom und Muskat mit, und schon schmeckt der Kuchen nach Herbst und ein kleines bisschen nach Advent.




Der Teig wanderte dann in die Silikonform und ruckzuck in den Ofen. Das Ergebnis erinnert ein wenig an Brownie. Wir lieben ja so eine saftige, fudgige Konsistenz und waren deshalb super begeistert vom Backergebnis. Die Schokolade hat diesem vergleichsweise einfachen Kuchen dann noch die Krone aufgesetzt. WOW … was für ein Hingucker.
Als er dann so vor mir stand, dachte ich mir, jetzt erst recht! Das hier wird ein richtiges Schmuckstück. Also habe ich mein kürzlich erworbenes Goldpuder ausgepackt und großzügig auf der Schokoglasur verteilt. Das Funkeln und Glitzern passte perfekt zu diesem extravaganten Zimt-Marmorkuchen, und so erntete er schon ganz viele „Ohs“ und „Ahs“ bei Family und Friends, denen ich das gute Stück direkt per Foto zeigen musste.
Die perfekte Schokoglasur aus der Silikonform. So funktioniert der Trick
Der Trick funktioniert genau andersherum als das normale Glasieren. Statt die Schokolade über den Kuchen zu gießen, kommt sie zuerst in die gespülte und vollständig getrocknete Silikonform. Mit einem Pinsel verteilt ihr sie grob bis in alle Kanten. Dann setzt ihr den ausgekühlten Kuchen wieder genau so hinein, wie er gebacken wurde, und drückt ihn vorsichtig nach unten. Die Schokolade steigt dabei am Rand nach oben und legt sich wie eine zweite Haut um den Kuchen. Nach etwa zwei Stunden im Kühlschrank ist sie fest, und ihr könnt die Form langsam abziehen.

Das Kokosfett in der Glasur hat übrigens seinen Grund. Es macht die Schokolade etwas geschmeidiger, sodass der Guss nicht so hart wird und beim Anschneiden weniger splittert. Nehmt dafür ein geschmacksneutrales Kokosfett, dann schmeckt die Glasur auch nicht nach Kokos. Und wenn ihr den Kuchen wie ich mit Goldpuder bestäuben wollt, achtet darauf, dass es ausdrücklich als essbar gekennzeichnet ist. Nicht jedes Glitzerpuder aus dem Backregal ist zum Verzehr gedacht.
Die Technik ist nicht an dieses Rezept gebunden. Sie klappt mit jedem Rührkuchen aus der Silikon-Gugelhupfform, zum Beispiel mit unserem Eierlikör Guglhupf oder dem Marmorkuchen nach dem Rezept von Janina.
So gelingt euch der Zimt-Marmorkuchen. Häufige Fehler und wie ihr sie vermeidet
Nach rund 15 Jahren Kuchenbacken für den Blog wissen wir, dass die meisten Pannen an ein paar immer gleichen Stellen passieren. Bei diesem Rezept sind das vor allem die Glasur und die Frage, wann der Kuchen wirklich durch ist.
Der Kuchen wirkt innen sehr feucht. Ist er noch nicht durch?
Unser Zimt-Marmorkuchen ist bewusst saftiger als ein klassischer, fluffiger Marmorkuchen. Genau das hat Torsten auch unserer lieben Leserin Inge geantwortet, der der Kuchen auf den Fotos etwas zu feucht vorkam. Zwischen fudgy und klitschig gibt es aber einen Unterschied. Macht nach etwa 45 Minuten die Stäbchenprobe. Hängen nur noch feuchte Krümel am Holzspieß, ist alles richtig. Klebt flüssiger Teig daran, gebt dem Kuchen noch 5 bis 10 Minuten. Silikon leitet die Hitze schlechter als Metall, deshalb kann die Backzeit je nach Ofen etwas länger ausfallen.
Die Silikonform wackelt beim Einschieben
Einen guten Tipp dazu hat Inge gleich mitgeliefert. Sie stellt ihre Silikonformen vor dem Backen auf ein Blech oder den Boden einer Springform. So lässt sich die gefüllte Form sicher in den Ofen schieben und wieder herausholen, ohne dass der weiche Rand nachgibt und Teig überschwappt.
Die Glasur hat Lücken oder Luftblasen
Meist lag zu wenig Schokolade in den Rillen, oder der Kuchen wurde schief eingesetzt. Pinselt die Schokolade wirklich bis in jede Kante und setzt den Kuchen in derselben Position ein, in der er gebacken wurde. Drückt ihn dann langsam und gleichmäßig nach unten, bis die Schokolade rundherum am oberen Rand zu sehen ist. Erst wenn sie überall gleich hoch steht, darf die Form in den Kühlschrank.
Die Schokolade wird krümelig und dick
Schon ein paar Tropfen Wasser können geschmolzene Schokolade stocken lassen. Deshalb muss die Silikonform nach dem Ausspülen wirklich komplett trocken sein, auch tief in den Rillen. Schmelzt die Schokolade mit dem Kokosfett außerdem bei kleiner Hitze und rührt dabei, damit sie nicht zu heiß wird. Und der Kuchen sollte vor dem Glasieren vollständig ausgekühlt sein, sonst schmilzt die Glasur von innen wieder an.
Die Glasur bricht beim Anschneiden
Das wollte auch unser lieber Leser Markus wissen. Direkt aus dem Kühlschrank ist die Schokolade hart und kann splittern. Lasst die Glasur etwa zwei Stunden fest werden, eine halbe Stunde länger schadet nicht. Vor dem Anschneiden darf der Kuchen dann 15 bis 20 Minuten bei Zimmertemperatur stehen. Ein Messer, das ihr kurz in heißes Wasser taucht und abtrocknet, gleitet außerdem viel sauberer durch den Guss.
Geht das auch ohne Silikonform?
Den Kuchen selbst könnt ihr auch in einer gefetteten und bemehlten Gugelhupfform aus Metall backen. Für den Glasur-Trick braucht ihr aber Silikon, denn aus einer starren Form bekommt ihr den glasierten Kuchen nicht mehr heraus. Gießt die geschmolzene Schokolade in dem Fall einfach über den ausgekühlten Kuchen auf einem Kuchengitter. Das sieht weniger akkurat aus, schmeckt aber genauso gut. Ist eure Form kleiner als 25 Zentimeter, wird der Kuchen höher und braucht meist ein paar Minuten länger.
Zimt-Marmorkuchen aufbewahren und vorbereiten
Ihr könnt den Kuchen gut am Vortag backen. Rührkuchen mit Gewürzen schmecken am nächsten Tag oft sogar noch runder, weil die Aromen Zeit zum Durchziehen hatten. Unter einer Kuchenhaube oder gut abgedeckt hält er sich an einem kühlen Ort 3 bis 4 Tage. In einer warmen Küche wird die Glasur durch das Kokosfett allerdings schnell weich, dann ist der Kühlschrank der bessere Platz. Holt ihn dort aber rechtzeitig heraus, denn kalt schmeckt Rührteig eher fest.
Zum Einfrieren eignet sich der Kuchen am besten noch ohne Glasur. Lasst ihn langsam auftauen und zieht die Schokoglasur erst danach in der Silikonform auf.


Noch mehr Gugelhupf und Marmorkuchen
Ihr habt Lust auf mehr? Dann stöbert unbedingt in unserer großen Kuchen-Sammlung mit über 400 Rezepten von Apfelkuchen bis Käsekuchen. Ein paar Lieblinge, die richtig gut zu diesem Kuchen passen, haben wir euch hier schon mal rausgesucht.
Mokka-Marmorkuchen

Ombre-Gugelhupf

Pumpkin Spice Gugelhupf – Halloween-Kuchen mit gruseligem Look

Dänische Zimtschnecken (Kanelsnegle)


Zutaten
- 150 g Butter
- 150 g Zucker
- 3 Eier
- 1 Prise Salz
- 300 g Mehl, Typ 405
- 1 Pck Backpulver
- 150 ml Milch, plus 1 Schuss für den Zimtteig
- 1 EL Rum
- 1 TL Vanillepaste
- 2 TL Zimt
- 1 TL Spekulatiusgewürz
- 1 TL Kakaopulver
- 300 g Zartbitterschokolade
- 50 g Kokosfett
Zubereitung
- Heizt den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor.
- Schlagt Butter und Zucker zuerst richtig schaumig auf. Gebt dann nach und nach die Eier dazu und rührt weiter. Fügt eine kleine Prise Salz hinzu.
- Gebt Mehl und Backpulver in eine Schüssel und verrührt alles mit einem Schneebesen. Das fügt ihr nun gemeinsam mit Milch, Vanillepaste und Rum zur Buttermasse hinzu.
- Teilt die Teigmasse in zwei Hälften. Einer Hälfte fügt ihr nun Zimt, Spekulatiusgewürz, Kakao und einen zusätzlichen Schuss Milch hinzu und verrührt alles gründlich. Gebt nun abwechselnd von der hellen und der dunkleren Teigmasse Schicht für Schicht in die gefettete Silikonform.
- Nehmt nun eine Gabel und dreht mit ihr an einer Stelle immer 1- bis 2-mal. So arbeitet ihr euch einmal rundherum.
- Backt den Kuchen nun für ca. 45 Minuten. Testet mit einem Holzspieß, ob der Kuchen gar, aber nicht zu trocken ist. Lasst den Kuchen in der Form ca. 15 bis 20 Minuten abkühlen und stürzt ihn dann auf ein Kuchengitter.
- Spült die Silikonform gründlich aus und lasst sie komplett trocknen. Schmelzt die Schokolade mit dem Kokosfett in einem kleinen Topf.
- Verteilt die Schokolade nun in der sauberen Silikonform und streicht sie mit dem Pinsel grob in alle scharfen Kanten. Dann setzt ihr den Zimt-Marmorkuchen wieder passend in die Backform und drückt ihn vorsichtig nach unten. So drückt sich die Schokolade am Rand nach oben. Achtet nun darauf, dass die Schokoglasur überall gleichmäßig verteilt ist, und stellt den Kuchen für ca. 2 Stunden in den Kühlschrank.
- Nehmt nun den Kuchen, zieht die Silikonform vorsichtig ab und bestreut den Kuchen mit Goldpuder, Backkakao oder Ähnlichem.
Nährwerte
Tipps
- Lasst den Kuchen vor dem Glasieren vollständig auskühlen.
- Die Silikonform muss vor dem Glasieren absolut trocken sein, schon wenig Wasser lässt die Schokolade stocken.
- Stellt die gefüllte Silikonform zum Backen auf ein Blech, dann wackelt nichts.
- Ohne Alkohol ersetzt ihr den Rum durch die gleiche Menge Milch.
- Verwendet nur Goldpuder, das ausdrücklich als essbar gekennzeichnet ist.
Habt ihr das Rezept ausprobiert?
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Häufige Fragen zum Zimt-Marmorkuchen
Wie lange muss die Schokoglasur in den Kühlschrank?
Rechnet mit etwa zwei Stunden. Wenn ihr Zeit habt, lasst den Kuchen ruhig eine halbe Stunde länger drin. Dann ist die Glasur durch und durch fest und lässt sich sauberer schneiden.
Brauche ich unbedingt eine Silikonform?
Für die glatte Glasur ja. Aus einer Metallform bekommt ihr den glasierten Kuchen nicht mehr heraus. Backen könnt ihr den Kuchen aber auch in einer gefetteten Metallform und die Schokolade dann einfach darübergießen.
Kann ich auch Vollmilchschokolade nehmen?
Ja, das geht. Vollmilchschokolade ist süßer und wird etwas weicher. Zartbitter bringt einen schönen herben Kontrast zum süßen, zimtigen Teig, deshalb haben wir uns dafür entschieden.
Kann ich den Rum weglassen?
Klar. Ersetzt den Esslöffel Rum einfach durch die gleiche Menge Milch. Wenn Kinder mitessen, ist das ohnehin die bessere Wahl.
Wie lange hält sich der Zimt-Marmorkuchen?
Gut abgedeckt und kühl gelagert 3 bis 4 Tage. In einer warmen Küche stellt ihr ihn besser in den Kühlschrank und holt ihn rechtzeitig vor dem Servieren heraus.
Kann ich den Kuchen einfrieren?
Ja, am besten ohne Glasur. Lasst ihn langsam auftauen und glasiert ihn erst danach in der Silikonform.
Jetzt seid ihr dran!
Habt ihr den Zimt-Marmorkuchen nachgebacken? Dann erzählt uns in den Kommentaren, wie er euch gelungen ist, und lasst uns gern eine Sternebewertung da. Und wenn ihr ein Foto auf Instagram postet, markiert uns mit @diejungskochenundbacken. Wir freuen uns über jedes einzelne Bild! Wir wünschen euch ganz viel Spaß beim Nachbacken und noch viel mehr beim Schlemmen.
Eure Jungs
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Autor

Sascha
Fotograf, Zocker & Süßigkeiten-FanSascha sorgt für Bilder, Videos und eine gute Portion Kreativität auf dem Blog. Wenn er nicht fotografiert, findet man ihn beim Zocken oder beim Sport, um sich seine Liebe zu Süßem zu verdienen.






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